Off Topic: Weicheistadt Köln

Da sitzt man mit zwei Kollegen gemütlich im Irish Pub in der Altstadt der Weltmetropole Köln und schon nach dem dritten Guinness kommt der Onkel mit einem “Last Order” um die Ecke. Last Order? Wie langsam trinken wir denn bitteschön? Hm, alles im grünen Bereich, es ist erst halb elf. Was soll der Quatsch? Kellner faselt was von Nazis. Nun jut, Nazis ließen sich dann zwar nicht auftun, aber des Rätsels Lösung: Fans von Rapid Wien hatten offenbar angekündigt, die Kölner Innenstadt dem Erdboden gleichzumachen.

Ungefähr soviel war in der Kölner Altstadt los – um 22:30 an einem Donnerstag … (Hochwasser, Poll, 01/11)

Rapid Wien? Yep, Rapid Wien. Österreicher, die uns vom Guinness abhalten? Das wollen wir doch sehen, mit einer Mischung aus journalistischer Professionalität (“… warum habe ich meine Kamera nicht dabei …”), gafferischer Neugier (“Juhuu, Randale”) und dem Bedürfniss Essen und Trinken zu erwerben – fast alles in der Altstadt war dicht! -, geht’s also zum Bahnhof. Dort sind zwar auch ein paar Dutzend Polizeiwagen zu sehen und alle paar Meter fahren weitere irgendwo vorbei, doch von den weltberühmten Rapid-Wien-Hools ist nichts zu sehen. Also warten. Und dann kommen sie, Horden von Fans mit gefährlich grünen Schals (die ein wenig nach Polizei-Fanclub aussehen), dem berüchtigt aggressiven Wiener Akzent und voller Hass in den Augen. Najaaaaa, die “Horden” waren Grüppchen von maximal sechs, sieben Leuten, der Wiener Schmäh klang wie immer angenehm und gemütlich nach Kaffeehaus und was wir naturgemäß für Hass hielten, war wohl eher vorausahnende Verzweiflung – da kommt man aus Wien nach Leverkusen, verliert 4:0 und darf dann auf dem Rückweg nicht einmal in Ruhe ein Kölsch trinken, weil alles zu ist.

Im Ergebnis gab’s dann viel Umsatz für die wenigen geöffneten Kioske, viel Umsatzeinbuße für die Kölner Weicheiinfrastuktur, drei milde entsetzte Journalisten und Polisten, denen offenbar auch langweilig war: Kurz vor der Abfahrt vom Heumarkt stapft ein halbes Dutzend Polizisten auf einen kleinen, mit FC-Schaal gekleideten Typen zu, durchsucht ihn professionell und vermittelt den Eindruck, Terrorist Nr. 1 ertappt zu haben – alles nach dem Hinweis einer hunzeligen Alten, da würde einer schwanken … .  Selbiger Typ hat Sekunden vorher noch bei uns um Feuer gebeten und sich höflich bedankt und verabschiedet – und er hat sich auch ebenso untadelig-höflich durchsuchen lassen.

Verbrecher, Polizisten, Rapid-Hools, Journalisten ohne Kameras, Kneipiers – alles Weicheier in dieser Nacht der langen Messer. Aber mal ernsthaft: Köln schließt seine halbe Innenstadt vorsorglich wegen ein paar vermuteter Rapid-Fans? 4.000 angenommene Wiener schaffen, was 1.000.000 real existierende Besucher und 1.000.000 ebenso realer Kölner bei Kölner Lichter, Karneval, Sessions-Eröffnung, CSD und Sylvester nicht schaffen? Wie scheiß lächerlich ist das denn?

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Open Source von A-Z

[Der folgende Artikel ist ein Überbleibsel aus einem umgebauten Artikel für die PC Praxis – sollten im Text also Verweise auf Kästen oder Workshops sein, einfach ignorieren.  In der Ausgabe PC Praxis 10/2012 ist der Rest zu finden, der auf 25 Seiten die besten Open-Source-Programme präsentiert sowie Plug-ins, Live-CDs und so weiter; zusätzlich gibt's Mythen rund um Open Source, die wichtigsten Akteure der freien Szene und einige spannende Workshops, etwa zum Digitalisieren von Schallplatten mit Audacity.]

Open Source – was ist das überhaupt genau?

Professionell programmierte Software, völlig kostenlos, nach Belieben zu verteilen und anzupassen – das gibt es nicht? Doch, Open Source bietet genau das und mit Programmen wie Firefox oder Chrome benutzen Sie es vermutlich schon. Aber was steckt dahinter? Wir zeigen Hintergründe und klären alle wichtigen Fragen – etwa, warum Open Source nicht einfach nur kostenlos ist!
(Übrigens: Artikeltext und eigene Bilder stehen ebenfalls unter freier Lizenz, CC-BY-SA, können also frei weiterverwendet werden.)

Inhaltsverzeichnis:
Was ist Open Source denn nun überhapt?
Was heißt das denn praktisch für mich als Endanwender?
Was ist der Unterschied zwischen Free Software und Open Source Software?
Philosophisches Duell: Open Source oder Free Software?
Welchen Audruck sollte ich denn nun verwenden?
Und was ist dann gleich Freeware? Oder gar Prayware??
Gibt es auch für Open Source Lizenzen? Oder ist das rechtefrei?
Exkurs: Lizenzen
Wie hat Open Source angefangen?
Und wie hat es sich entwickelt?
Was sind die wichtigsten Errungenschaften?
Wer sind die wichtigsten Akteure?
Wie funktioniert Open Source in der Praxis?
Wie kann ich bei Projekten mitwirken?
Woher bekomme ich Open Source Software?
Kann ich freie Programme genauso installieren wie andere Software?
Woher bekomme ich Hilfe, wenn etwas nicht klappt?
Kann Open Source etwas, was kommerzielle Produkte nicht können?
Welche Software sollte ich auf jedenfall kennen?
Lässt sich  etwas nicht durch FLOSS ersetzen?

firefox

Das vielleicht populärste Beispiel für Open Source: Firefox

Freibier! Des Deutschen liebstes Gratisgetränk (oder haben Sie schon mal Freiwein oder Freisaft gehört?) wird noch eine bedeutende Rolle bei der Erklärung von Open Source  spielen und klar machen, warum es hier eben nicht “nur”  um’s Kostenlossein geht. Natürlich wollen wir Sie nicht mit 25 Seiten Theorie überfallen, es bleibt reichlich Platz für Tool-Vorstellungen, Workshops und Praxistipps zu allen Breichen des PC-Alltags. Beispielsweise werden Sie einen Musik-Player kennenlernen, dessen Oberfläche Sie nicht einfach hinnehmen müssen, sondern nach eigenen Wünschen gestalten dürfen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit einer Maus/Tastatur mehrere Rechner im LAN bedienen können – ganz ohne Kabelstöpselei. Oder wie wäre es mit einer grafischen Auswertung Ihrer Speicherplatzbelegung? Oder dem einfachsten Webcam-Server der Welt? Selbst ein philosophisches Duell haben wir zu bieten, in dem ein Waffennarr und der selbsternannte Heilige der Church of Emacs Wortklauberei betreiben … . Und selbst wenn Sie sich für technische Hintergründe oder lizenzmäßige Winkelzüge nur am Rande interessieren, gibt es zwei gute Gründe, über Open Source bescheid zu wissen: Zum einen ist es ein wesentlicher Bestandteil, man könnte sogar Grundlage sagen, der derzeit durchaus populären Nerd-Kultur á la Big Bang Theory. Zum anderen gibt es wohl kaum eine Bewegung, die sich so sehr für den Schutz Ihrer Daten und gegen ein überwachtes Internet einsetzt.

Was ist Open Source denn nun überhaupt?

xdev_source

Das Kernstück jeder Open Source/Free Software: Verfügbare, Editierbare Quelltexte

Open Source bedeutet wörtlich “offene Quelle” und heißt, dass die Quelltexte der Programme frei einsehbar sind. Sie bekommen also nicht wie bei proprietären (herstellerabhängigen) Programmen lediglich ein paar ausführbare EXE- und DLL-Dateien und ähnliches, sondern auch Textdateien mit dem zu Grunde liegenden Code. Das hat den großen Vorteil, dass Sie genau erforschen können, wie ein Programm funktioniert und was es tut. So lassen sich Fehler und Sicherheitslücken finden und natürlich wird auch vermieden, dass Programme irgendwelche Informationen “nach Hause” senden. Wenn Sie nun keine Ahnung von Programmierung haben macht das gar nichts, denn auch wenn Sie selbst nichts mit Quelltexten in C, C#, Java oder sonst einer Sprache anfangen können – viele andere können es! Und eben diese anderen User, Programmierer und Tester würden schnell aufschreien, wenn irgendjemand Spionagefunktionen in ein Programm einbauen würde, eine unsichere Verschlüsselung nutzen oder sonstige Risiken eingehen will. Und da Open Source Software gemäß ihrer jeweiligen Lizenzen (mehr dazu später) auch verändert und weitergegeben werden darf, können unerwünschte Funktionen einfach entfernt werden. Ein bekanntes Beispiel ist etwa Googles Chrome-Browser: Funktionen wie Nutzerstatistiken und automatische Updates gefielen vielen nicht, folglich kam mit Chromium in kurzer Zeit ein erstes Derivat auf den Markt, aus dem diese Merkmale entfernt wurden.

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Nie mehr Redundanz, wenn das m…

Nie mehr Redundanz, wenn das mal nicht großartig wäre … http://t.co/fKhAaUMR

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Test: SmithMicro Poser Debut

Folgender Test war für Print gedacht, ist aber übrig geblieben – daher mögen mir  Wir-Version und teils etwas knappe Fassung verziehen werden, Print-Zeichen sind nunmal begrenzt …

Mit dem 50-Dollar-Poser namens Debut, gibt es nun auch ein 3D-Spielzeug im Consumer-Preissegment, aber ...

Schwierig. Das gilt allgemein für die Bedienung von 3D-Programmen, aber auch die Bewertung des Animationswerkzeugs Poser Debut von SmithMicro gestaltet sich im Laufe des Tests recht schwierig. Aber von vorn: Poser Debut ist ein Programm zum Kreieren von 3D-Szenen und -Animationen, wie sie auch für Animationsfilme wie Ice Age genutzt werden. Ein populäres kostenloses Open-Source-Gegenstück ist etwa Blender.

... bei Debut handelt es sich eher um ein Lernprogramm, denn einen Designer; allerdings sind die integrierten Tutorials wirklich gut

Genauer gesagt handelt es sich eher um ein Lernprogramm, was auch schon der Slogan (“Der spaßige Weg, 3D zu lernen”) und der Preis verraten, der mit 50 USD deutlich unter dem der Standard-Variante Poser 9 für 250 USD liegt, und Poser 2012 Pro kostet nochmal das Doppelte. Aber keine Sorge, das großartige Konzept sieht durchaus vor, dass Sie auch echte Projekte erstellen können: Mit einem integrierten, ausführlichen Tutorial, lernen Sie direkt an echten Projekten, wie Sie Bausteine von einfachen geometrischen Formen bis hin zu komplexen Menschmodellen platzieren und editieren, wie Sie mit Lichtquellen und Kameras umgehen, die reichhaltige Bibliothek nutzen und zum Schluss erstellen Sie ein komplettes Projekt – ein eingerichtetes Zimmer. Leider hören die Tutorials hier auf – wie Sie Figuren und Objekte animieren, also etwa einen vorgegebenen Weg abschreiten lassen, müssen Sie dem sehr guten Handbuch entnehmen (das es, wie das Programm selbst, nur auf Englisch gibt).

Kleinere Szenen sind, auch ausgehend von den Tutorials, schnell umgesetzt und lassen sich hervorragend als Bild oder Animation rendern

Nach den Tutorials machen wir uns auf zum spaßigen Teil: Das Herumspielen mit den Programmfunktionen löst tatsächlich sofort Begeisterung aus, denn für 3D-Verhältnisse ist Poser erstaunlich intuitiv zu nutzen. Außerdem stehen in der Bibliothek sehr gute Modelle bereit, von Cartoons über Gegenstände und Tiere bis hin zu menschlichen Körpern, die sehr realistisch gestaltet sind – im Personen-Menü gibt es sogar den Punkt “Genitalien” – und sich einfach mit der Maus bewegen und arrangieren lassen. Mit “Inverse Kinematics” und Begrenzern für die Bewegungen, bleiben die Figuren dabei sogar immer in natürlichen/möglichen Körperhaltungen – auch wenn der präzise Umgang mit Auto Balancing erstmal erprobt werden will. Und tatsächlich ist sogar die Animation ohne Nachlschlagen im Manual möglich, sofern man schon mal mit Timelines gearbeitet hat (Flash, etc.): Platzieren Sie ein Modell, schieben Sie den Frames-Regler etwa auf 300 und modellieren Sie nun die Endposition von Modellen und Objekten – fertig. Bei 30 Frames pro Sekunde entsteht daraus ein zehnsekündiger Clip, die Bewegungen werden automatisch erzeugt. Sollen Figuren bestimmte Wege abschreiten, lassen sich dazu Pfade einrichten, die dann mit einem definierten Geh-Stil (Rennen, Sexy, Tanzend, etc.) über einen festgelegten Zeitraum agbeschritten werden. Spätestens hier hört aber intuitives Bedienen ebenso auf wie die Begeisterung. Denn je weiter wir uns ins Programminnere vortesten, desto häufiger finden sich Stolpersteine: Ständiges Wechseln von Werkzeugen, was regelmäßig zu versehentlichen Klicks/Aktionen führt, komplizierte Workflows (ein Hintergrundbild wird etwa über verschiedene Menüs eingefügt/gelöscht) und nicht zuletzt auch massive Beschränkungen – die Debut-Version nutzt etwa nur zwei Prozessoren, was das Rendering elendig langsam macht, Gesichter, Haare, Kleidung und vieles andere können nicht editiert werden und neue Figuren dürfen Sie auch nicht erstellen. Sie stoßen also schnell an Programmgrenzen, wenn Sie wirklich mit Poser Debut arbeiten wollen und für ein vollwertiges Lernprogramm sollten die Tutorials bitte den gesamten, beschnittenen Funktionsumfang abdecken.

Mimiken aus der Bibliothek gehören sicherlich zu den Highlights, aber der wirklich hervorragende Gesichts-Editor (Face Room), bleibt der 250-Dollar-Variante Poser 9 vorbehalten

So bleibt die Bewertung auch nach vielen Stunden schwierig: Die Performance im Programm ist hervorragend, das Rendern durch die Prozessorbeschränkung unerträglich. Der Funktionsumfang ist für einen echten Designer viel zu klein, für ein Lernprogramm mehr als großzügig – zumindest funktioniert fast alles so wie gewünscht. Und auch die Usability ist zweischneidig, weil zwar der Einstieg super ist und fast an glorreiche Kais-Power-Goo-Zeiten erinnert, aber schon mittelfristig die für 3D-Tools typische Komplexität zuschlägt, für Frust sorgt und einges an Übung abverlangt. Dennoch erledigt Poser Debut diesen Punkt in unseren Augen – zumindest für Einsteiger! – sehr gut, Blender etwa verlangt eigentlich ein viersemestriges Grundstudium, um auch nur ein neues Projekt anzulegen. Wenn Sie ernsthaft überlegen, 3D-Designer zu werden oder schlicht an den Grundlagen für Shrek & Co. interessiert sind, ist Poser Debut durchaus den Kauf wert – und für einige Tage wird Sie das durchaus spaßige 3D-Spielzeug garantiert bei Laune halten, sofern Sie ein, zwei Fruststunden überstehen.

Funktionalität (40%): 3
Usability (40%): 3
Performance (20%): 3

Qualität: befriedigend (3,0)
Preis/Leistung: gut

P.S.: Den Test zu Poser 9 (250 USD) finden Sie in der kommenden Foto Praxis

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Test: Franzis 3D Garten Planer Pro (mit “witzigem” Update!)

Folgender Test war für Print gedacht, ist aber übrig geblieben – daher mögen mir  Wir-Version und teils etwas knappe Fassung verziehen werden, Print-Zeichen sind nunmal begrenzt …

Nicht wirklich modern oder schick, aber einfach und intuitiv zu bedienen - die Programm-GUI ist durchaus in Ordnung

Der letzte Schnee ist geschmolzen, Frost nur noch eine Seltenheit und auch die ersten Osterglocken sprießen – ganz klar, es ist Frühjahr, die Gartensaison beginnt. Genau die richtige Zeit, sich an einem kühlen, verregneten Wochenende mit einem Gartenplaner auf die Sonne vorzubereiten. Wir haben uns für den Test dieses mal eine sehr günstige Variante ausgesucht, das 15 Euro günstige 3D Garten Planer Pro von Franzis (hierzu bitte das “witzige” Update am Ende beachten …).

Ähhh, bitte? Licht und Spiegelungen sind in der bestmöglichen Rendering-Einstellung OK, Texturen und Gesamtbild aber eher ein Witz - von den schwarz hinterlegten Objekten ganz zu schweigen.

Natürlich handelt es sich dabei, wie in der Software-Branche mittlerweile leider sehr üblich, nicht um ein Franzis-Produkt, sondern um den TurboFloorplan Garten- und Landchschaftsarchitekt von Imsi. Dies macht sich gleich bei der Inbetriebnahmen negativ bemerktbar: Bei dem günstigen Preis erlauben wir uns den Luxus, das Programm ganz reguläre über den Franzis-Shop als Download zu erwerben, um auch gleich den Bestellprozess mit zu bewerten, an dem es nichts auszusetzen gibt, Bezahl- und Sicherheitsoptionen sowie Download-Geschwindigkeit stimmen. Allerdings muss das Produkt nach der Installation bei Imsi aktiviert werden – es erheben also gleich zwei Firmen Daten! Nach dem Start zeigt sich das Programm so, wie man es von 3D-Haus-, Garten- und Wohnungsplanern kennt: Nüchtern und die CAD-Herkunft lässt sich nicht verleugnen, so bleibt die Oberfläche sehr spröde. Das macht aber nichts, denn sofort zeigt sich eine große Stärke, nämlich die Usability, die sofort intuitives Arbeiten erlaubt. Sie wählen schlicht aus, was Sie bauen wollen, vom Zaun über Häuser und Terrassen bis hin zu Blumen, Vogelhäuschen und sonstigen Accessoires, und zeichnen es in die Arbeitsfläche. Per Rechtsklick lassen sich dann die Eigenschaften der Objekte (Farbe, Größe, etc.) anpassen und schon ist Ihr Garten fertig. Erfahrung mit 3D- oder gar CAD-Programmen benötigen Sie nicht, selbst PC-Neulinge dürften nach wenigen Minuten zurecht kommen – auch ohne das sehr gute Offline-Handbuch. Natürlich gesellen sich allerhand Optionen dazu, um den Workflow vernünftig anzupassen, beispielsweise unterschiedliche Maßeinheiten, farblich anpassbare Menüs oder visuelle Hilfen zum Bauen und Platzieren. Für Power-User sind diese Einstellungen sehr praktisch, Einsteiger können erfreulicherweise nahezu komplett auf Anpassungen verzichten. Lediglich die automatischen Sicherungen sollten Sie vom 30-Minuten-Standard auf rund zehn Minuten runtersetzen, denn eine halbe Stunde verlorener Arbeit ist doch arg viel.

Die Bibliothek ist umfangreich und schön einfach gehalten - Bepflanzen, Terra-Forming, Ausschmücken und Bebauen machen wirklich Spaß

Neben der Usability gefällt im Test auch der Funktionsumfang auf Anhieb: Neben den 7.500 Objekten in der Datenbank (Pflanzen, Zäune, Möbel, Tiere, Beleuchtung, Bewässerung etc.), die eine sehr aussagekräftige Gestaltung erlauben, stehen auch Werkzeuge zur Verfügung, um Gewässer, Wege, Gräben und Hügel/Täler zu integrieren. Einziges Manko: Die 2D- und 3D-Ansichten zeigen im Programm alle kein wirklich hübsches Bild vom Traumgarten, eher eine Pixelfantasie aus ferner Zeit. Macht aber auch nichts, dafür läuft der Planer fix und hübsch werden soll es schließlich beim Rendern, wenn Sie also eine bestimmte Ansicht/Perspektive “fotorealistisch” festhalten. Und genau hier ärgert uns das Programm im Test massiv: Zum einen werden viele Objekte (Blumen) nicht freigestellt gerendert, sondern mit einem schwarzen Hintergrund. Aber selbst wenn man diesen Fehler nicht erzeugt – das gerenderte Bild ist qualitativ ein Witz. Licht und Spiegelungen sehen hervorragend aus, aber Texturen etwa von Baumkronen sowie der Gesamteindruck lassen uns doch etwas erschauern. Da macht es auch nichts, dass das Programm nur minimale Rechnerressourcen nutzt und die Renderei entsprechend langwierig ist. Nach ausfürhlichem Test können wir den Garten Planer Pro empfehlen, wenn Sie keine Inspiration suchen, sondern realistische Materiallisten erstellen oder einen sehr, sehr groben Eindruck vom Garten bekommen wollen. Der Spaßfaktor war den Entwicklern sicherlich kein Anliegen, was gut für ein Profi-CAD-Tool ist, für uns Privatnutzer aber sehr bedauerlich. Und das schlechte Render-Ergebnis unserer Test-Session führt sogar zur Abwertung der Gesamtnote um eine Note.

Funktionalität (40%): 3
Usability (40%): 3
Performance (20%): 2

Gesamt:   ausreichend (3,8)
Preis/Leistung: gut ausreichend

“Witziges” Update: Wir haben das Tool mit der ISBN 978-3-645-30531-0 am 3. März für 15 Euro gekauft. Heute am 3. April kostet der Garten Planer Pro mit selbiger ISBN satte 24,99 mit einem angegebenen “alten” Preis von 29,99! Was das für das Preis-Leistungs-Verhältnis bedeutet sieht man oben, und darüber hinaus – nun …

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