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	<description>Gedanken zu Technikkram</description>
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		<title>Off Topic: Weicheistadt Köln</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Nov 2012 11:37:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirco Lang</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da sitzt man mit zwei Kollegen gemütlich im Irish Pub in der Altstadt der Weltmetropole Köln und schon nach dem dritten Guinness kommt der Onkel mit einem &#8220;Last Order&#8221; um die Ecke. Last Order? Wie langsam trinken wir denn bitteschön? &#8230; <a href="http://www.gizlog.de/2012/off-topic-weicheistadt-koln/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Da sitzt man mit zwei Kollegen gemütlich im Irish Pub in der Altstadt der Weltmetropole Köln und schon nach dem dritten Guinness kommt der Onkel mit einem &#8220;Last Order&#8221; um die Ecke. Last Order? Wie langsam trinken wir denn bitteschön? Hm, alles im grünen Bereich, es ist erst halb elf. Was soll der Quatsch? Kellner faselt was von Nazis. Nun jut, Nazis ließen sich dann zwar nicht auftun, aber des Rätsels Lösung: Fans von Rapid Wien hatten offenbar angekündigt, die Kölner Innenstadt dem Erdboden gleichzumachen.</p>
<div id="attachment_862" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/11/rhein_hochwasser_0111_panorama.jpg" rel="lightbox[861]"><img class="size-large wp-image-862" title="rhein_hochwasser_0111_panorama" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/11/rhein_hochwasser_0111_panorama-1024x322.jpg" alt="" width="640" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Ungefähr soviel war in der Kölner Altstadt los &#8211; um 22:30 an einem Donnerstag &#8230; (Hochwasser, Poll, 01/11)</p></div>
<p>Rapid Wien? Yep, Rapid Wien. Österreicher, die uns vom Guinness abhalten? Das wollen wir doch sehen, mit einer Mischung aus journalistischer Professionalität (&#8220;&#8230; warum habe ich meine Kamera nicht dabei &#8230;&#8221;), gafferischer Neugier (&#8220;Juhuu, Randale&#8221;) und dem Bedürfniss Essen und Trinken zu erwerben &#8211; fast alles in der Altstadt war dicht! -, geht&#8217;s also zum Bahnhof. Dort sind zwar auch ein paar Dutzend Polizeiwagen zu sehen und alle paar Meter fahren weitere irgendwo vorbei, doch von den weltberühmten Rapid-Wien-Hools ist nichts zu sehen. Also warten. Und dann kommen sie, Horden von Fans mit gefährlich grünen Schals (die ein wenig nach Polizei-Fanclub aussehen), dem berüchtigt aggressiven Wiener Akzent und voller Hass in den Augen. Najaaaaa, die &#8220;Horden&#8221; waren Grüppchen von maximal sechs, sieben Leuten, der Wiener Schmäh klang wie immer angenehm und gemütlich nach Kaffeehaus und was wir naturgemäß für Hass hielten, war wohl eher vorausahnende Verzweiflung &#8211; da kommt man aus Wien nach Leverkusen, verliert 4:0 und darf dann auf dem Rückweg nicht einmal in Ruhe ein Kölsch trinken, weil alles zu ist.</p>
<p>Im Ergebnis gab&#8217;s dann viel Umsatz für die wenigen geöffneten Kioske, viel Umsatzeinbuße für die Kölner Weicheiinfrastuktur, drei milde entsetzte Journalisten und Polisten, denen offenbar auch langweilig war: Kurz vor der Abfahrt vom Heumarkt stapft ein halbes Dutzend Polizisten auf einen kleinen, mit FC-Schaal gekleideten Typen zu, durchsucht ihn professionell und vermittelt den Eindruck, Terrorist Nr. 1 ertappt zu haben &#8211; alles nach dem Hinweis einer hunzeligen Alten, da würde einer schwanken &#8230; .  Selbiger Typ hat Sekunden vorher noch bei uns um Feuer gebeten und sich höflich bedankt und verabschiedet &#8211; und er hat sich auch ebenso untadelig-höflich durchsuchen lassen.</p>
<p>Verbrecher, Polizisten, Rapid-Hools, Journalisten ohne Kameras, Kneipiers &#8211; alles Weicheier in dieser Nacht der langen Messer. Aber mal ernsthaft: Köln schließt seine halbe Innenstadt vorsorglich wegen ein paar vermuteter Rapid-Fans? 4.000 angenommene Wiener schaffen, was 1.000.000 real existierende Besucher und 1.000.000 ebenso realer Kölner bei Kölner Lichter, Karneval, Sessions-Eröffnung, CSD und Sylvester nicht schaffen? Wie scheiß lächerlich ist das denn?</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.gizlog.de%2F2012%2Foff-topic-weicheistadt-koln%2F&amp;title=Off%20Topic%3A%20Weicheistadt%20K%C3%B6ln" id="wpa2a_2"><img src="http://www.gizlog.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Open Source von A-Z</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Sep 2012 00:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirco Lang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[FLOSS]]></category>
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		<description><![CDATA[[Der folgende Artikel ist ein Überbleibsel aus einem umgebauten Artikel für die PC Praxis – sollten im Text also Verweise auf Kästen oder Workshops sein, einfach ignorieren.  In der Ausgabe PC Praxis 10/2012 ist der Rest zu finden, der auf &#8230; <a href="http://www.gizlog.de/2012/open-source-von-a-z/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>[Der folgende Artikel ist ein Überbleibsel aus einem umgebauten Artikel für die <a href="http://www.pcpraxis.de" target="_blank">PC Praxis</a> – sollten im Text also Verweise auf Kästen oder Workshops sein, einfach ignorieren.  In der Ausgabe PC Praxis 10/2012 ist der Rest zu finden, der auf 25 Seiten die besten Open-Source-Programme präsentiert sowie Plug-ins, Live-CDs und so weiter; zusätzlich gibt's Mythen rund um Open Source, die wichtigsten Akteure der freien Szene und einige spannende Workshops, etwa zum Digitalisieren von Schallplatten mit Audacity.]</em></p>
<h1>Open Source &#8211; was ist das überhaupt genau?</h1>
<p><strong>Professionell programmierte Software, völlig kostenlos, nach Belieben zu verteilen und anzupassen – das gibt es nicht? Doch, Open Source bietet genau das und mit Programmen wie Firefox oder Chrome benutzen Sie es vermutlich schon. Aber was steckt dahinter? Wir zeigen Hintergründe und klären alle wichtigen Fragen &#8211; etwa, warum Open Source nicht einfach nur kostenlos ist!<br />
</strong>(Übrigens: Artikeltext und eigene Bilder stehen ebenfalls unter freier Lizenz, <a title="cc-by-sa" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank">CC-BY-SA</a>, können also frei weiterverwendet werden.)<strong><br />
</strong></p>
<p>Inhaltsverzeichnis:<br />
<a href=" http://www.gizlog.de/2012/open-source-von-a-z/#zh-1">Was ist Open Source denn nun überhapt?</a><br />
<a href=" http://www.gizlog.de/2012/open-source-von-a-z/#zh-2">Was heißt das denn praktisch für mich als Endanwender?</a><br />
<a href=" http://www.gizlog.de/2012/open-source-von-a-z/#zh-3">Was ist der Unterschied zwischen Free Software und Open Source Software?</a><br />
<a href=" http://www.gizlog.de/2012/open-source-von-a-z/#zh-4">Philosophisches Duell: Open Source oder Free Software?</a><br />
<a href=" http://www.gizlog.de/2012/open-source-von-a-z/#zh-5">Welchen Audruck sollte ich denn nun verwenden?</a><br />
<a href=" http://www.gizlog.de/2012/open-source-von-a-z/#zh-6">Und was ist dann gleich Freeware? Oder gar Prayware??</a><br />
<a href=" http://www.gizlog.de/2012/open-source-von-a-z/#zh-7">Gibt es auch für Open Source Lizenzen? Oder ist das rechtefrei?</a><br />
<a href=" http://www.gizlog.de/2012/open-source-von-a-z/#zh-8">Exkurs: Lizenzen</a><br />
<a href=" http://www.gizlog.de/2012/open-source-von-a-z/#zh-9">Wie hat Open Source angefangen?</a><br />
<a href=" http://www.gizlog.de/2012/open-source-von-a-z/#zh-10">Und wie hat es sich entwickelt?</a><br />
<a href=" http://www.gizlog.de/2012/open-source-von-a-z/#zh-11">Was sind die wichtigsten Errungenschaften?</a><br />
<a href=" http://www.gizlog.de/2012/open-source-von-a-z/#zh-12">Wer sind die wichtigsten Akteure?</a><br />
<a href=" http://www.gizlog.de/2012/open-source-von-a-z/#zh-13">Wie funktioniert Open Source in der Praxis?</a><br />
<a href=" http://www.gizlog.de/2012/open-source-von-a-z/#zh-14">Wie kann ich bei Projekten mitwirken?</a><br />
<a href=" http://www.gizlog.de/2012/open-source-von-a-z/#zh-15">Woher bekomme ich Open Source Software?</a><br />
<a href=" http://www.gizlog.de/2012/open-source-von-a-z/#zh-16">Kann ich freie Programme genauso installieren wie andere Software?</a><br />
<a href=" http://www.gizlog.de/2012/open-source-von-a-z/#zh-17">Woher bekomme ich Hilfe, wenn etwas nicht klappt?</a><br />
<a href=" http://www.gizlog.de/2012/open-source-von-a-z/#zh-18">Kann Open Source etwas, was kommerzielle Produkte nicht können?</a><br />
<a href=" http://www.gizlog.de/2012/open-source-von-a-z/#zh-19">Welche Software sollte ich auf jedenfall kennen?</a><br />
<a href=" http://www.gizlog.de/2012/open-source-von-a-z/#zh-20"> Lässt sich  etwas nicht durch FLOSS ersetzen?</a></p>
<div id="attachment_814" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/Firefox_1.jpg" rel="lightbox[789]"><img class="size-medium wp-image-814" title="Firefox_1" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/Firefox_1-300x200.jpg" alt="firefox" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Das vielleicht populärste Beispiel für Open Source: Firefox</p></div>
<p><strong>Freibier!</strong> Des Deutschen liebstes Gratisgetränk (oder haben Sie schon mal Freiwein oder Freisaft gehört?) wird noch eine bedeutende Rolle bei der Erklärung von Open Source  spielen und klar machen, warum es hier eben nicht &#8220;nur&#8221;  um&#8217;s Kostenlossein geht. Natürlich wollen wir Sie nicht mit 25 Seiten Theorie überfallen, es bleibt reichlich Platz für Tool-Vorstellungen, Workshops und Praxistipps zu allen Breichen des PC-Alltags. Beispielsweise werden Sie einen Musik-Player kennenlernen, dessen Oberfläche Sie nicht einfach hinnehmen müssen, sondern nach eigenen Wünschen gestalten dürfen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit einer <a href="http://synergy-foss.org/de/" target="_blank">Maus/Tastatur mehrere Rechner im LAN </a>bedienen können – ganz ohne Kabelstöpselei. Oder wie wäre es mit einer<a title="Windirstat" href="http://windirstat.info/" target="_blank"> grafischen Auswertung Ihrer Speicherplatzbelegung</a>? Oder dem einfachsten Webcam-Server der Welt? Selbst ein philosophisches Duell haben wir zu bieten, in dem ein <a title="Eric S. Raymond" href="http://catb.org/esr/" target="_blank">Waffennarr </a>und der selbsternannte <a title="Church of Emacs" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Editor_war" target="_blank">Heilige der Church of Emacs</a> Wortklauberei betreiben &#8230; . Und selbst wenn Sie sich für technische Hintergründe oder lizenzmäßige Winkelzüge nur am Rande interessieren, gibt es zwei gute Gründe, über Open Source bescheid zu wissen: Zum einen ist es ein wesentlicher Bestandteil, man könnte sogar Grundlage sagen, der derzeit durchaus populären Nerd-Kultur á la <a title="The Big Bang Theory" href="http://www.cbs.com/shows/big_bang_theory/" target="_blank">Big Bang Theory</a>. Zum anderen gibt es wohl kaum eine Bewegung, die sich so sehr für den Schutz Ihrer Daten und gegen ein überwachtes Internet einsetzt.</p>
<h2 id="zh-1">Was ist Open Source denn nun überhaupt?</h2>
<div id="attachment_822" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/XDEV_Source_2.jpg" rel="lightbox[789]"><img class="size-medium wp-image-822" title="XDEV_Source_2" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/XDEV_Source_2-300x161.jpg" alt="xdev_source" width="300" height="161" /></a><p class="wp-caption-text">Das Kernstück jeder Open Source/Free Software: Verfügbare, Editierbare Quelltexte</p></div>
<p>Open Source bedeutet wörtlich &#8220;offene Quelle&#8221; und heißt, dass die <strong>Quelltexte der Programme frei einsehbar</strong> sind. Sie bekommen also nicht wie bei proprietären (herstellerabhängigen) Programmen lediglich ein paar ausführbare EXE- und DLL-Dateien und ähnliches, sondern auch Textdateien mit dem zu Grunde liegenden Code. Das hat den großen Vorteil, dass Sie genau erforschen können, wie ein Programm funktioniert und was es tut. So lassen sich <strong>Fehler und Sicherheitslücken finden</strong> und natürlich wird auch vermieden, dass Programme irgendwelche Informationen &#8220;nach Hause&#8221; senden. Wenn Sie nun keine Ahnung von Programmierung haben macht das gar nichts, denn auch wenn Sie selbst nichts mit Quelltexten in C, C#, Java oder sonst einer Sprache anfangen können – viele andere können es! Und eben diese anderen User, Programmierer und Tester würden schnell aufschreien, wenn irgendjemand Spionagefunktionen in ein Programm einbauen würde, eine unsichere Verschlüsselung nutzen oder sonstige Risiken eingehen will. Und da Open Source Software gemäß ihrer jeweiligen Lizenzen (mehr dazu später) auch verändert und weitergegeben werden darf, können unerwünschte Funktionen einfach entfernt werden. Ein bekanntes Beispiel ist etwa <a title="Chrome" href="https://www.google.com/intl/en/chrome/browser/" target="_blank">Googles Chrome-Browser</a>: Funktionen wie Nutzerstatistiken und automatische Updates gefielen vielen nicht, folglich kam mit <a title="Chromium" href="http://www.chromium.org/" target="_blank">Chromium </a>in kurzer Zeit ein erstes Derivat auf den Markt, aus dem diese Merkmale entfernt wurden.</p>
<p><span id="more-789"></span></p>
<p>Open Source bedeutet also kurz gesagt, dass die Quelltexte der Programme einsehbar sind und verändert, weiterverwendet (etwa als Funktion in anderen Programmen, zum Beispiel <a title="Lame" href="http://lame.sourceforge.net/" target="_blank">MP3-Codecs</a> in CD-Rippern) und weitergegeben werden dürfen. Aber auch die Entstehung von Open Source Software ist besonders: In der Regel wird sie nicht von einem geschlossenen Programmiererkreis entwickelt, wie etwa MS Office, sondern einer offenen Community, an der sich jeder beteiligen kann. Da die Organisation des Codes und des ganzen Projekts über Internet-Plattformen abläuft, funktioniert so ein Prozess auch mit vielen tausend Beteiligten, die über die ganze Welt verteilt sind. Dieser Entwicklungsprozess bringt vor allem den Vorteil, dass sehr viele Augen über die verrichtete Arbeit schauen und so Fehler um Fehler finden und ausmerzen können.</p>
<h2 id="zh-2">Was heißt das denn praktisch für mich als Endanwender?</h2>
<div id="attachment_824" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/Areca_Standards_3.jpg" rel="lightbox[789]"><img class="size-medium wp-image-824" title="Areca_Standards_3" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/Areca_Standards_3-300x175.jpg" alt="Areca" width="300" height="175" /></a><p class="wp-caption-text">Die meisten FLOSS-Tools arbeiten mit offenen Standards - wie etwa Areca, das Backups in ZIPs speichert</p></div>
<p>Sie als Endanwender können Open-Source-Programme kostenlos herunterladen, nutzen und weitergeben – und das auch im kommerziellen Umfeld.  Und Sie profitieren von dem Entwicklungsprozess, der zu stetigen Neuerung, Updates und Patches führt sowie eine sehr hohe Sicherheit gewährleistet. Zusätzlich sind Sie<strong> von keinem Hersteller abhängig</strong>, der jederzeit ein Produkt einstellen, die Nutzungsbestimmungen oder Preispolitik ändern könnte.</p>
<h2 id="zh-3">Was ist der Unterschied zwischen Free Software und Open Source Software?</h2>
<div id="attachment_820" class="wp-caption alignright" style="width: 302px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/Portrait_-_Denmark_DTU_2007-3-31.jpg" rel="lightbox[789]"><img class="size-medium wp-image-820" title="Portrait_-_Denmark_DTU_2007-3-31" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/Portrait_-_Denmark_DTU_2007-3-31-292x300.jpg" alt="Richard M.Stallman" width="292" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">„Wir stimmen mit der Open Source-Fraktion bezüglich der grundsätzlichen Ziele und Werte nicht überein, aber ihre Ansichten und unsere führen in vielen Fällen zum gleichen praktischen Verhalten – wie das Entwickeln freier Software.“ Quelle: Wikimedia Commons, Autor: Billie Ebbesen</p></div>
<p>Neben dem bekannteren Begriff Open Source wird häufg alternativ Free Software verwendet. Dahinter stehen zwei unterschiedliche Philosophien und Organisationen. Was es genau mit dieser &#8220;Idealisten gegen Pragmatiker&#8221;-Thematik auf sich hat, können Sie im Duell-Kasten am Ende des Artikels nachlesen. Kurz und praktisch gedacht: Open Source betont Entwicklungsprozess und Quelloffenheit, Free Software betont vier grundsätzliche Freiheiten, nämlich ein Programm nachvollziehen, verändern, verteilen und beliebig nutzen zu können. In der Praxis könnten Sie fast jedes Programm so oder so nennen, denn im Endeffekt entsteht überall freie Software.</p>
<p><em>[Und hier nun der "Duell-Kasten" – eine Bezeichnung, die im gedruckten Heft durchaus Sinn gemacht hätte.]</em></p>
<h2 id="zh-4">Philosophisches Duell: Open Source oder Free Software?</h2>
<div id="attachment_827" class="wp-caption alignright" style="width: 249px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/Eric_Steven_Raymond.CUT_.png" rel="lightbox[789]"><img class="size-medium wp-image-827" title="Eric_Steven_Raymond.CUT" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/Eric_Steven_Raymond.CUT_-239x300.png" alt="Eric S.Raymond" width="239" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">„Genau gesagt, haben wir ein Problem mit dem Terminus „Free Software“ selbst, nicht mit dem Konzept. Ich bin überzeugt, das der Terminus verschwinden muss.“ Quelle: Quelle: Wikimedia Commons, Autor: jerone2, Lizenz: CC-BY-SA</p></div>
<p>Die endlosen, jahrzehntelangen Debatten, ob es besser Open Source oder Free Software heißen sollte, wirken auf den ersten Blick banal, aber dahinter stecken zwei sehr unterschiedliche Ansichten:<a title="Richard Stallman" href="http://stallman.org/" target="_blank"> Richard Stallman</a> &amp; Co. treten vor allem für die sozialen und ethischen Vorzüge freier Software ein und beharren daher auf<strong> Free/Frei im Sinne von Freiheit</strong> (nicht Freibier). Raymond und die Mitstreiter der Open Source Initiative konzentrieren sich auf den pragmatischen Ansatz, dass quelloffene Software durch die entsprechende Entwicklung durch eine Community,<strong> schlicht bessere Produkte</strong> hervorbringt. Der jüngere Begriff Open Source ist so auch ein Versuch, in der Industrie ein besseres Image aufzubauen und sich von der von Idealen und einigen Freaks geprägten  Free-Software-Fraktion zu distanzieren. Für den Endnutzer ist das ohne praktische Belange, führen doch beide Seiten meist zum gleichn Ergebnis – daher setzt sich auch immer mehr das vereinigende Akronym <strong>FLOSS für Free/Libre and Open Source Software</strong>. Die beiden Hauptakteure äußerten sich  dazu etwa mit „Genau gesagt, haben wir ein Problem mit dem Terminus „Free Software“ selbst, nicht mit dem Konzept. Ich bin überzeugt, das der Terminus verschwinden muss.“ (Raymond), beziehungsweise „Wir stimmen mit der Open Source-Fraktion bezüglich der grundsätzlichen Ziele und Werte nicht überein, aber ihre Ansichten und unsere führen in vielen Fällen zum gleichen praktischen Verhalten – wie das Entwickeln freier Software.“ (Stallman).</p>
<h2 id="zh-5">Welchen Audruck sollte ich denn nun verwenden?</h2>
<p>Die meisten Kollegen, Behörden, Universitäten und so weiter verzichten auf diese feinsinnige Unterscheidung verwenden pauschal Open Source, allein schon weil deutlich populärer – so wie auch wir es bis hierhin gemacht haben. Um der Sache gerecht zu werden, setzt sich erfreulicherweise die Abkürzung FLOSS durch, die für Free/Libre Open Source Software steht und der Sache – gerade aus Anwendersicht – sehr gerecht wird. Das Libre soll übrigens dafür sorgen, dass klar ist, dass Free wie in Freiheit gemeint ist, nicht wie in Freibier (das Originalzitat aus der Free Software Definition: &#8220;Free as in &#8220;free speech&#8221;, not as in &#8220;free beer&#8221;").</p>
<div class="mceTemp"></div>
<h2 id="zh-6">Und was ist dann  Freeware? Oder gar Prayware??</h2>
<div id="attachment_816" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/foobar2000_freeware_4.jpg" rel="lightbox[789]"><img class="size-medium wp-image-816" title="foobar2000_freeware_4" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/foobar2000_freeware_4-300x161.jpg" alt="foobar2000" width="300" height="161" /></a><p class="wp-caption-text">Toll, aber leider nur Freeware: foobar2000 setzt zwar teils auf Offenheit (SDK), ist aber letztlich nur Freeware, ein Blick auf den Quelltext gibt es daher leider verwehrt</p></div>
<p>Das Freibier-Free finden Sie bei kostenloser Software aber auch: Freeware ist zwar gratis, davon abgesehen entsprechen die Lizenzen meist denen kostenpflichtiger proprietärer Produkte, regulieren also strikt die Nutzung (etwa nur für private Zwecke) und verbieten in der Regel die Weitergabe und immer die Veränderung. Freeware wird häufig von einzelnen Privatleuten programmiert, aber Firmen geben immer wieder kostenlose Utilities heraus, wie etwa Piriform den bekannten <a title="Piriform Ccleaner" href="http://www.piriform.com/" target="_blank">Ccleaner</a>.    Außerdem gibt es noch etliche weitere Lizenzen, von der mittlerweile populären <a title="Donationware" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Donationware" target="_blank">Donationware </a>(gratis mit Bitte um Spende), über die verhasste Adware mit Werbung im Programm bis hin zu unserem Lieblingsexoten: Eine Prayware-Lizenz forderte uns tatsächlich auf, dem Programmierer ein Gebet zu widmen &#8230; .</p>
<h2 id="zh-7">Gibt es auch für Open Source Lizenzen? Oder ist das rechtefrei?</h2>
<p>Ein Programm ist nur dann FLOSS, wenn eine entsprechende Lizenz dies bestimmt – und vergeben wird sie vom Rechteinhaber, also dem Ur-Programmierer/Projektteam. Hat eine Software keinerlei Lizenz, ist sie in vielen Ländern tatsächlich rechtefrei, so genanntes <a title="Public Domain" href="http://creativecommons.org/licenses/publicdomain/" target="_blank">Public Domain</a>, bei dem der Rechteinhaber sein Copyright komplett aufgibt. Im Deutschen Recht ist das so nicht vorgesehen, lizenzloses Public Domain gibt es hier nicht.</p>
<h2 id="zh-8">Exkurs: Lizenzen</h2>
<div id="attachment_818" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/lizenzen_5.jpg" rel="lightbox[789]"><img class="size-medium wp-image-818" title="lizenzen_5" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/lizenzen_5-300x282.jpg" alt="Open Source Initiative" width="300" height="282" /></a><p class="wp-caption-text">Die Open Source Initiative pflegt unter www.osi.org diverse Lizenzen</p></div>
<p>Open Source oder Free Software bedeutet keinesfalls rechte- oder lizenzfrei, es gibt nach wie vor einen Rechteinhaber, der eine (Open-Source-) Lizenz vergeben hat. Die wichtigste Software-Lizenz ist die <a title="GPL" href="http://www.gnu.org/copyleft/gpl.html" target="_blank">GNU General Public Licencse</a>, kurz GPL. Die Lizenz gewährt die FLOSS-Freiheiten und hat noch eine Spezialität an Board: <a title="Copyleft" href="http://www.gnu.org/copyleft/" target="_blank">Copyleft</a>. Damit ist gemeint, dass Derivate oder Produke, die eine GPL-Software als integrativen Bestandteil nutzen, ebenfalls unter GPL oder kompatibler Lizenz stehen müssen. Damit ist sichergestellt, dass die vom Rechteinhaber <strong>garantierten Freiheiten</strong> bestehen bleiben und Hersteller proprietärer Produkte nicht &#8220;einfach so&#8221; die Früchte anderer verkaufen. Eben dieses Copyleft brachte <a title="Steve Ballmer" href="http://www.microsoft.com/en-us/news/exec/steve/" target="_blank">Steve Ballmer</a> einst dazu, Open Source mit Krebs zu vergleichen – was jedoch Unsinn ist, da es zum einen durchaus Möglichkeiten gibt, GPL-Software in proprietären Produkten zu nutzen, ohne damit zu FLOSS zu werden. Zudem existiert mit der<a title="LGPL" href="http://www.gnu.org/licenses/lgpl.html" target="_blank"> LGPL </a>( L für Lesser/weniger) explizit eine GPL-Variante, die die Verquickung unterschiedlich lizenzierte Produkte unterstützt. Neben der GPL gibt es noch etliche weiter von der Open Source Initiative zertifizierte Open-Source-Lizenzen, die unter <a href="http://www.osi.org/">www.osi.org</a> zu finden sind. Eine weitere wichtige Lizenz ist die <a title="Creative Commons" href="http://creativecommons.org/" target="_blank">Creative Commons</a>, die in unterschiedlichen Ausprägungen für freie Inhalte wie etwa die Wikipedia eingesetzt wird. Allerdings sind die Freiheiten recht unterschielich: Die Basislizenz CC-BY-SA, erlaubt freies Weitergeben und Verändern bei Beibehaltung der Lizenz und Nennung des Autors (BY = Namensnennung, SA = Same Attribution). Die Zusätze NC für Nichtkommerziell sowie ND für &#8220;Keine Derivate&#8221; schränken die Freiheiten optional ein.</p>
<h2 id="zh-9">Wie hat Open Source angefangen?</h2>
<div id="attachment_825" class="wp-caption alignright" style="width: 241px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/Bill_Gates_Letter_to_Hobbyists.jpg" rel="lightbox[789]"><img class="size-medium wp-image-825" title="Homebrew Computer Club Newsletter, January 1976" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/Bill_Gates_Letter_to_Hobbyists-231x300.jpg" alt="Brief von Bill Gates an Computer-Hobbyisten" width="231" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Brief von Bill Gates an Computer-Hobbyisten. Quelle: Wikimedia Commons</p></div>
<p>FLOSS, im Sinne, dass der Quellcode von Programmen offen liegt, verbessert und weitergegeben werden kann, existiert schon seit den frühen Tagen Computer-Welt – allerdings gab es damals keine Bezeichnung dafür, es war schlicht normal. Dazu muss man sich bewusst machen, dass in den<strong> frühen sechziger Jahren</strong>, als Computer anfingen sich auszubreiten, eigentlich alle User Hacker waren und Systeme nicht wie heute wie von Zauberhand Tausende kompatible Applikationen und unterstützte Peripheriegeräte mit brachten, sondern alles mühsam lernen mussten – entsprechend war es normal, dass Nutzer selbst  Fehler aus dem Programm entfernten oder Verbesserungen einfügten. Auch konnte man nicht einfach das Internet anschmeißen und sich beliebig mit Tools versorgen, vielmehr wurde Software üblicherweise über Tauschzirkel/User Groups verteilt. Erst gegen <strong>Ende der 60er, Anfang der 70er</strong>, als Software nicht mehr als Gesamtpaket mit der zugehörigen Hardware sondern einzeln vertrieben wurde, fing die Branche an, Programme zunehmend proprietär anzubieten, also ohne Quellcode oder die Erlaubnis, das Produkt zu verbessern oder zu verteilen. Und <strong>Ende der 70er, Anfang der 80er</strong> wiederum, etablierten Konzerne das Modell des Verkaufs von Software-Lizenzen, die entsprechend an Nutzungsbedingungen, Copyrights oder auch Trademarks gekoppelt waren. Heute mag uns dieses Modell als selbstverständlich erscheinen, damals stellte es sich vielen Usern eher so dar, dass plötzlich Selbstverständlichkeiten durch Restriktionen ersetzt wurden, für die auch noch gezahlt werden sollte. In der Geschichte der Computer und Software hat kaum jemand so gut technisches und vor allem wirtschaftliches Talent kombiniert wie Bill Gates, dem man mit etwas bösem Willen durchaus unterstellen könnte, ganz wesentlich mitverantwortlich für die ab <strong>1983</strong> existierende FLOSS-Szene zu sein: <strong>1976</strong>, kurz nach dem Start seiner Karriere mit Microsoft (damals noch Micro-Soft), schrieb Gates einen offenen Brief an Hobby-Computer-User (<a title="Open Letter to Hobbyists" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bill_Gates_Letter_to_Hobbyists.jpg" target="_blank" rel="lightbox[789]">Open Letter to Hobbyists</a>), in dem er sich darüber beklagt, dass lediglich 10 Prozent der Nutzer seiner entwickelten Software diese auch gekauft und die anderen sie gestohlen hätte. Damit definierte Gates das für viele damals ganz normale „tauschen“ als „stehlen“ &#8211; und diese Umdefinierung ist noch heute Grundlage für Diskussionen rund um Filesharing, Quellcodes, Rechte der Hersteller vs. Freiheiten der User und so letztlich auch für die komplett gegensätzlichen Standpunkte von FLOSS&#8217;lern und Vertretern der proprietären Software-Industrie.</p>
<h2 id="zh-10">Und wie hat es sich entwickelt?</h2>
<div id="attachment_832" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/debian.jpg" rel="lightbox[789]"><img class="size-medium wp-image-832" title="debian" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/debian-300x252.jpg" alt="debian" width="300" height="252" /></a><p class="wp-caption-text">Alt, und immer noch gut: Debian ist ein stabiles, gut gepflegtes Linux ohne lästige Spielereien</p></div>
<p>Die Entwicklung der Szene begann dann ab <strong>1985</strong>, als Richard Stallman, damals Wissenschaftler am MIT, aus Unzufriedenheit über bestehende Software-Restriktionen die Free Software Foundation gründetet. Hauptaugenmerk lag zunächst auf der freien Unix-Alternative <a title="http://www.gnu.org/" href="http://www.gnu.org/" target="_blank">GNU</a>, die er bereits ab 83 entwickelte. <strong>1989</strong> entstand die erste Version der General Publlic License (GPL), deren zweite Version von <strong>1991</strong> auch heute noch sehr verbreitet ist. Ab <strong>1992</strong> ging es dann wirklich rund: Zunächst steuerte<a title="Linus Torvalds" href="http://torvalds-family.blogspot.de/" target="_blank"> Linus Torvalds</a> dem GNU-System mit seinem Linux einen Kernel bei und bereits &#8217;92 gründete Ian Murdock mit Debian eine der bis heute erforgreichsten GNU/Linux-Distributionen – schließlich ist Debian die Grundlage für Ubuntu! In den <strong>1990ern</strong> entwickelte sich FLOSS auch zur Grundlage für das Internet, insbesondere in Form des<a title="LAMP" href="http://en.wikipedia.org/wiki/LAMP_%28software_bundle%29" target="_blank"> LAMP-Stacks</a>. Die Kombination aus Linux, Apache (Webserver), MySQL (Datenbank) und PHP/Python als Skriptsprache, ist bis heute die Basis für etliche WWW-Angebote und Intranets. Aber erst in der zweiten Hälfte des Jahrzehntes wurden die Grundsteine dafür gesetzt, dass heutzutage auch Endnutzer und nicht nur Admins mit Linux herum hantieren: <a title="KDE" href="www.kde.org/?PHPSESSID=d88c71a51b8f12052c70eaa90083ad21" target="_blank">KDE </a>und <a title="Gnome" href="www.gnome.org/?PHPSESSID=d88c71a51b8f12052c70eaa90083ad21" target="_blank">Gnome </a>sorgten endlich für eine komfortable, grafische Nutzeroberfläche, womit Linux mit Windows und Mac konkurrieren konnte. Mit dem Aufbruch ins neue Jahrtausend durfte man FLOSS als technisch, wirtschaftlich und juristisch  etabliertes, erwachsenes Phänomen betrachten, dass aus der technischen Ecke in die breite Öffentlichkeit treten kann – und die will Programme!</p>
<h2 id="zh-11">Was sind die wichtigsten Errungenschaften?</h2>
<div id="attachment_817" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/LibreOffice_6.jpg" rel="lightbox[789]"><img class="size-medium wp-image-817" title="LibreOffice_6" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/LibreOffice_6-300x161.jpg" alt="LibreOffice" width="300" height="161" /></a><p class="wp-caption-text">Ohne Office-Suite bräuchte sich die Open-Source-Szene gar nicht erst an die Öffentlichkeit wagen - mit LibreOffice gibt es erfreulicherweise einen echten MS-Office-Ersatz</p></div>
<p>Neben Betriebssystem und weiterer Infrastruktur (Linux, LAMP), muss FLOSS natürlich auch Endnutzerprogramme liefern, um sich durchzusetzen. Hier sind vor allem drei Produkte zu nennen: Die aus dem Netscape Communicator entstandenen <a title="Mozilla" href="www.mozilla.org/?PHPSESSID=d88c71a51b8f12052c70eaa90083ad21" target="_blank">Mozilla-Produkte </a>Firefox und Thunderbird stellen einen kompletten Ersatz für Microsofts Internet Explorer und Outlook und Suns <a title="OpenOffice" href="www.openoffice.org/?PHPSESSID=d88c71a51b8f12052c70eaa90083ad21" target="_blank">OpenOffice.org</a> machte Microsofts Office-Programm weitgehend überflüssig. Damit waren die wichtigsten Bereiche der PC-Arbeit im Unternehmen abgedeckt. Gerade ab 2000 gab es viele wissenschaftliche Studien über FLOSS und gerichtliche Bestätigungen der GPL, wodurch der Weg frei war für freie Business-Applikationen wie <a title="SugarCRM" href="www.sugarcrm.com/?PHPSESSID=d88c71a51b8f12052c70eaa90083ad21" target="_blank">SugarCRM </a>oder <a title="Compiere" href="www.compiere.com/?PHPSESSID=d88c71a51b8f12052c70eaa90083ad21" target="_blank">Compiere</a>, Anwendungen von Forschungsstellen wie das Lernsystem <a title="Moodle" href="http://www.moodle.org" target="_blank">Moodle </a>oder den Welt-Begucker <a title="Worldwind" href="worldwind.arc.nasa.gov/q?PHPSESSID=d88c71a51b8f12052c70eaa90083ad21" target="_blank">Worldwind </a>von der NASA.  Auf dem Heimcomputer gibt es heute viele nicht mehr wegzudenkende FLOSS-Werkzeuge, etwa die Bildbearbeitung Gimp, Multimedia-Player wie VLC oder HTPC-Oberflächen wie XBMC. Und selbst wenn Sie all diese Tools nicht nutzen, werden Sie FLOSS unbewusst einsetzen, da Routine-Aufgaben wie Verschlüsselung, Komprimierung oder Online-Sitzungen häufig von freien Bibliotheken abgearbeitet werden, die in kommerzielle/proprietäre Produkte integriert sind.</p>
<h2 id="zh-12">Wer sind die wichtigsten Akteure?</h2>
<div id="attachment_826" class="wp-caption alignright" style="width: 261px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/bruce_perens_7.jpg" rel="lightbox[789]"><img class="size-medium wp-image-826" title="bruce_perens_7" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/bruce_perens_7-251x300.jpg" alt="Bruce Perens" width="251" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Außerhalb der Szene weniger bekannt, aber Bruce Perens &quot;Hauptwerk&quot; Busybox findet sich in fast allen integrierten Systemen wie Kühlschränken oder Multimediageräten. Quelle: www.perens.com</p></div>
<p>Die wichtigsten Akteure der FLOSS-Szene zu benennen ist im Grunde genommen etwas unfair, denn die wichtigsten Akteure sind die Millionen über Communities beteiligten Menschen, die Ihren Beitrag leisten, die so genannten <strong>Contributors</strong>, die Code schreiben, Projekte managen, Designs erstellen, Dokumentationen schreiben, Webseiten administrieren, Veranstaltungen durchfürhen, PR-Arbeit leisten, Support anbieten oder auch juristische Probleme durchboxen. In den Kästen stellen wir Ihnen aber einige der prominenten und vor allem lautesten FLOSSler vor, die die Szene stark geprägt und teils gegründet haben – ein wenig schillernd und polarisierend sind Raymond &amp; Co. ebenfalls durch die Bank.  Übrigens: Nicht zu unterschätzen ist auch die Rolle der Lobbyisten, die etwa bei der EU enorm Druck machen, wenn es darum geht, ob FLOSS  bei größeren Projektvergaben berücksichtigt wird – allerdings des öfteren der Übermacht der proprietären Software-Industrie hilflos gegenüber steht.</p>
<h2 id="zh-13">Wie funktioniert Open Source in der Praxis?</h2>
<p>Grau ist alle Theorie und bis hierher ist eines noch nicht ganz klar: Wie entsteht denn nun ein freies Programm in der Praxis? Projekte starten meist entweder von<strong> Universitäten und Forschungsprojekten</strong>, von Unternehmen, die ein neues Tool entwickeln oder ein altes freigeben, oder von Privatleuten, die schlicht eine Lösung für ein konkretes Problem bauen wollen. Bei größeren Projekten geben die Organisationen die Verwaltung und Prozesse vor, bei kleineren organisiert sich die Community über spezielle Software-Plattformen selbst. Meist gibt es einen kleineren Kreis an sehr involvierten Personen, die Code-Bestandteile zu einem Produkt zusammenfügen, die Produktpolitik bestimmen, Kernelemente programmieren und die Organisation selbst übernehmen. Hinzu gesellt sich ein wesentlich größerer Kreis aktiver Nutzer, die selbst in Form von Troubleshooting, Code, Support, Fehlerbehebung und so weiter beitragen. Ein noch größerer Nutzerkreis hilft durch Testen der Programme und anschließender Meldung etwaiger Fehler – was letztlich zu sehr wenig Bugs in FLOSS-Produkten führt oder zumindest zu regelmäßigen, schnellen Updates. Die Arbeit selbst wird  meist technisch organisiert, entweder über  spezielle Web-Angebote wie Sourceforge, Github oder Google Code oder über Kollaborationssoftware wie Mediawiki, die Grundlage der Wikipedia.</p>
<h2 id="zh-14">Wie kann ich bei Projekten mitwirken?</h2>
<div id="attachment_834" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/fsfe.jpg" rel="lightbox[789]"><img class="size-medium wp-image-834" title="fsfe" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/fsfe-300x258.jpg" alt="Free Software Foundation Europe" width="300" height="258" /></a><p class="wp-caption-text">Mitmachen kann jeder - auch ohne Programmierkenntnisse: Die Free Software Foundation Europe gibt unter www.fsfe.org zum Beispiel viele Anregungen</p></div>
<p>Der Einstieg in ein offenes Projekt ist in der Regel einigermaßen unkompliziert, eine Anmeldung bei einem Sourceforge-Projekt oder der Wikipedia reicht schon, Tools zum Mitmachen werden meist auch explizit angeboten, also beispielsweise Mailing-Listen für <strong>Übersetzer</strong> oder Bugtracking-Systeme für <strong>Beta-Tester</strong>. Bei der Wikipedia reicht es etwa ganz konkret, sich anzumelden und schon können Sie in beliebigen Artikeln per Texteditor Änderungen vornehmen oder eigene Artikel anlegen. Die vielleicht simpelste Art der Teilnahme: Nutzen Sie frühe Programmversionen mit integriertem Bug-Tracking. Nutzen Sie etwa die Vorabversionen vom Firefox, helfen schon die Nutzerstatistiken, die  &#8211; natürlich optional – an Mozilla gesandt werden. Inhaltlich können Sie vielerlei Arbeit beisteuern – und vor allem vieles, was keinerlei Programmierkenntnisse voraussetzt! Ganz im Gegenteil fehlt es bei vielen Projekten eher an Designern, Grafikern, Forumsmoderatoren, Organisatoren und Leuten, die in der Lage und willens sind, eine ordentliche Dokumentation zu verfassen.</p>
<h2 id="zh-15">Woher bekomme ich Open Source Software?</h2>
<div id="attachment_833" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/sourceforge.jpg" rel="lightbox[789]"><img class="size-medium wp-image-833" title="sourceforge" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/sourceforge-300x258.jpg" alt="Sourceforge" width="300" height="258" /></a><p class="wp-caption-text">Hauptumschlagsplatz: Auch wenn immer mehr Projekte bei Google Code und Github zu finden sind, bleibt Sourceforge.net ein guter Anlaufpunkt für freie Software</p></div>
<p>Open Source Software bekommen Sie zum einen bei allen großen Download-Portalen von Filehippo.com bis zum Heise-Download-Center – allerdings sollten Sie hier immer etwa Vorsicht walten lassen, wenn Ihnen der Open-Source-Charakter wichtig ist, denn mit den Lizenzangaben nehmen es viele nicht so genau und FLOSS wird oft fälschlicherweise als Freeware bezeichnet (den umgekehrten Fall gibt es erfreulicheweise so gut wie nie). Zum anderen gibt es spezielle Portale wie Sourceforge, Freshmeat und <a title="Berlios" href="www.berlios.de/?PHPSESSID=d88c71a51b8f12052c70eaa90083ad21" target="_blank">Berlios</a>, die komplett auf FLOSS spezialisiert sind und auch als Plattformen für die Entwickler dienen; ebenso wie Github und Google Code. Zudem haben natürlich viele Projekte eigene Download-Bereiche. Am besten besorgen Sie sich die Programme von FLOSS-Spezialisten, Homepages oder seriösen Portalen, denn wenn Sie eine quelloffene Software von einer unbekannten Quelle saugen, könnten Sie natürlich auch eine mit Viren oder Spionagefunktionen &#8220;angereicherte&#8221; Version finden – allerdings sind derart verseuchte FLOSS-Programme in der Praxis, gelinde gesagt, selten.</p>
<h2 id="zh-16">Kann ich freie Programme normal installieren?</h2>
<div id="attachment_835" class="wp-caption alignright" style="width: 244px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/gnutoolsforwin.jpg" rel="lightbox[789]"><img class="size-medium wp-image-835" title="gnutoolsforwin" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/gnutoolsforwin-234x300.jpg" alt="GNU utilities for Win32" width="234" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">FLOSSler sind auch nur Menschen, die meisten Tools sind unter Windows schlichte EXE-Dateien, wie hier die GNU utilities for Win32</p></div>
<p>90 Prozent oder mehr aller Programme, die Ihnen über den Weg laufen, lassen sich wie jedes andere Tool installieren/nutzen – meist also über eine setup.exe oder programmXY.exe. Ab und an kommt es aber vor, dass Sie selbst <strong>kompilieren</strong> müss(t)en, also aus den Quelltexten eine lauffähige Anwendung erzeugen, sprich eine EXE-Datei. Theoretisch ist das meist nicht sonderllich kompliziert, für die Praxis können wir Ihnen aber dennoch nur den Rat erteilen: Lassen Sie es – sofern Sie nicht Spaß an Bastelei haben und/oder grundlegende Ahnung vom Programmieren haben.  Denn häufig ist dieser Prozess mit vielen nachzuinstallierenden Tools, konkreten Programmversionen, magerer bis fehlerhafter Dokumentation und entsprechend haufenweise Fehlermeldungen und Frickelei gespickt, so dass die Zeit zumindest unter Windows besser in die Suche nach einer Alternative investiert wird.</p>
<h2 id="zh-17">Woher bekomme ich Hilfe, wenn etwas nicht klappt?</h2>
<div id="attachment_819" class="wp-caption alignright" style="width: 191px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/mythos_2_support_8.jpg" rel="lightbox[789]"><img class="size-medium wp-image-819" title="mythos_2_support_8" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/mythos_2_support_8-181x300.jpg" alt="Gimp-Forum" width="181" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Auch für FLOSS gibt es hervorragenden Support - etwa gratis über die jeweiligen Foren und Dokumentationen; aber auch kommerziellen Support gibt es für alle großen Projekte</p></div>
<p>Sie rufen gerne die Hersteller-Hotline an? Das kommt bei Open Source meist nicht in Frage, stattdessen sollten Sie in erster Linie die jeweiligen Nutzerforen konsultieren, die für jedes auch nur halbwegs genutzte Programm existieren.  Der Tonfall ist nicht in jeder Community immer sofort freundlich, aber sofern Sie sich an <strong>drei Grundregeln</strong> halten, dürften Sie sehr zufrieden mit dem Support sein: <strong>Suchen</strong> Sie zunächst, ob es im Forum oder Handbuch/Wiki bereits eine Lösung gibt, <strong>Doppel-Postings</strong> führen fast immer zu hämischen, genervten Kommentaren. Posten Sie schließlich Ihr Anliegen, platzieren Sie es in einer passenden Kategorie (wird sonst garantiert verschoben und den gehobenen Zeigefinger gibt es obendrein &#8230;) und <strong>forumulieren</strong> Sie eine konkrete Frage mitsamt Begleitumständen, also etwa genutztes Betriebssystem, Hardware, Programmversion und so weiter. Wem das umständlich erscheint, möge sich mal an die bisherigen Erfahrungen mit (kostenpflichtigen) Hotelines erinnern – ein Vergnügen? Wollen Sie komplexere Programme, wie  Office-Suite oder Kundenmanagementsystem, kommerziell im Unternen einsetzen, können Sie in der Regel wie gewohnt Support oder Wartung einkaufen – und da Services für ein FLOSS-Produkt jeder anbieten darf, sind Sie nicht einmal auf den Hersteller angewiesen!</p>
<h2 id="zh-18">Kann Open Source etwas, was Kommerzielles nicht kann?</h2>
<div id="attachment_815" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/firefox_nightly-builds_9.jpg" rel="lightbox[789]"><img class="size-medium wp-image-815" title="firefox_nightly-builds_9" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/firefox_nightly-builds_9-300x258.jpg" alt="Firefox Nightly Builds" width="300" height="258" /></a><p class="wp-caption-text">Jede Nacht eine neue Photoshop-Version im Entwicklungsstatus? Eher nicht ... - beim quelloffenen Firefox kein Problem</p></div>
<p>Ist ja alles ganz nett, aber von mir aus darf Software durchaus was kosten – was soll ich also mit Open Source? Gute Frage – zumal es tatsächlich gute Gründe dafür gibt: <strong>Keine Abhängigkeit</strong> von irgendeinem Hersteller (kostenpflichtige Upgrades, eingestellter Support, Hersteller-Konkurs, etc.), qualitativ sehr hochwertiger,<strong> fehlerarmer Code</strong>, sehr <strong>hohe Sicherheit</strong>, sehr häufig<strong> Plug-in-fähig</strong>, garantiert<strong> keine Reklame</strong> für weitere Produkte des Herstellers und sehr häufig sehr innovative, fortschrittliche Programme, da Communities meist <strong>schneller neue Features</strong> umsetzen können und nicht auf bestimmte Release-Termine (Weihnachten, Messen, etc.) warten müssen. Sie wollen einen Beweis? Dieser Artikel entsteht beispielsweise mit LibreOffice, geht mit Thunderbird an die Redaktion, wird mit <a title="7zip" href="www.7-zip.org/?PHPSESSID=d88c71a51b8f12052c70eaa90083ad21" target="_blank">7Zip </a>gepackt und landet mit <a title="Filezilla" href="filezilla-project.org/?PHPSESSID=d88c71a51b8f12052c70eaa90083ad21" target="_blank">Filezilla </a>auf dem Server – obwohl auf diesem Rechner auch die kommerziellen Produkte von Microsoft, Winzip und so weiter installiert sind; aber eben nur für Testzwecke.</p>
<h2 id="zh-19">Welche Software sollte ich auf jedenfall kennen?</h2>
<div id="attachment_821" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/xbmc_10.jpg" rel="lightbox[789]"><img class="size-medium wp-image-821" title="xbmc_10" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/xbmc_10-300x179.jpg" alt="xbmc" width="300" height="179" /></a><p class="wp-caption-text">Sollte man kennen: Das Mediacenter XBMC ist gerade im Zusammenspiel mit Android-Geräten als Fernbedienung ein echtes Highlight</p></div>
<p>Es gibt einige Tools, die Sie auf jeden Fall kennen sollten – weil Ihnen sonst einfach etwas entgeht! Einige Tools sind besonders interessant, weil Sie Alternativen zu sehr teuren Programmen sind (Gimp statt Photoshop), andere, weil Sie besser als die kommerzielle, bekannte Konkurrenz ist (<a title="XBMC" href="http://www.xbmc.org" target="_blank">XBMC </a>statt Windows Media Center) und wieder andere, weil es gar keine wirklichen Alternativen gibt, wie bei der Speicher-Visualisierung Windirstat (siehe Kasten). Viele der wichtigsten Projekte stellen wir Ihnen auf diesen Seiten in den Top-10s vor, die spanndensten auch in eigenen Kästen oder anhand von Workshops.</p>
<h2 id="zh-20">Lässt sich  etwas nicht durch FLOSS ersetzen?</h2>
<div id="attachment_823" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/adobe_lightroom_11.jpg" rel="lightbox[789]"><img class="size-medium wp-image-823" title="adobe_lightroom_11" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/09/adobe_lightroom_11-300x161.jpg" alt="Adobe Lightroom" width="300" height="161" /></a><p class="wp-caption-text">Tja, beim Adobe-Universum kommt FLOSS an seine Grenzen, Photoshop, Lightroom &amp; Co. lassen sich nicht wirklich ersetzen, wenn es um professionelle Fotoarbeiten geht</p></div>
<p>Leider ja. Natürlich bildet nicht jede FLOSS-Alternative jede Funktion eines eventuellen kommerziellen Vorbilds 1:1 ab – sind solche in einen größeren (Firmen-) Workflow eingebunden, kann das schon mal dazu führen, dass es sehr schwierig ist, etwa MS Office durch LibreOffice zu erstetzen, wenn beispielsweise Hunderte Vorlagen, Schnittstellen und Skripte angepasst werden müssen. Einige Programme sind aber auch an sich kaum zu ersetzen. Zum Beispiel ist die <strong>Videobearbeitung</strong> ein sehr kritisches Feld. Zwar gibt es extrem leistungsfähige Videoschnittlösungen und einfache Cutter für den Privathaushalt, komplexe und angenehm zu bedienende Editoren wie man Sie von Roxio oder Nero kennt, sind jedoch nach wie vor nicht zu finden – hier lohnt es sich, Geld auszugeben. Nicht ganz so deutlich ist der Umstand bei <strong>Photoshop</strong>:  Gimp dürfte Privatnutzern zu 80, 90 Prozent ausreichen, dennoch gibt es eingige Photoshop-Funktionen, die Gimp nicht oder deutlich schlechter umsetzt (Fluchtpunkt, automatisches Freistellen, Filter-Gallerie, Workflow mit weiteren Adobe-Produkten und mehr). Für ambinionierte Hobby-Fotografen können sich die rund 1.000 Euro durchaus schon lohnen, schaut man sich gängige Foto-Hardware-Preise an. Weitere Kategorien ohne wirkliche FLOSS-Konkurrenz sind <strong>Spiele und Lernprogramme</strong> – beide leben wesentlich von Multimedia-Inhalten und eben jene sind nur mit einem PC nicht zu erstellen und Videostudios, professionelle Sprecher und ähnliches finden in offenen Projekten freilich eher selten zu finden. Zu guter letzt fehlt natürlich noch Windows selbst: Linux ist zwar eine perfekte Alternative und dank der Windows-&#8221;Simulation&#8221; <a title="Wine" href="www.winehq.org/?PHPSESSID=d88c71a51b8f12052c70eaa90083ad21" target="_blank">Wine </a>laufen sogar viele Windows-Anwendungen unter Linux, jedoch gibt es nach wie vor nicht die native Spieleunterstützung – für viele User Grund genug, Linux gar nicht erst in die engere Auswahl zu nehmen.</p>
<p>Quellen:<br />
<a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/Richard_Stallman" target="_blank">Stallman-Foto</a><br />
<a href="http://ca.wikipedia.org/wiki/Eric_S._Raymond" target="_blank">Raymond-Foto</a><br />
<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0" target="_blank">CC-BY-SA-Lizenz</a><br />
<a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bill_Gates_Letter_to_Hobbyists.jpg" target="_blank" rel="lightbox[789]">Gates-Brief</a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.gizlog.de%2F2012%2Fopen-source-von-a-z%2F&amp;title=Open%20Source%20von%20A-Z" id="wpa2a_4"><img src="http://www.gizlog.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.gizlog.de/2012/open-source-von-a-z/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nie mehr Redundanz, wenn das m&#8230;</title>
		<link>http://www.gizlog.de/2012/nie-mehr-redundanz-wenn-das-m/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=nie-mehr-redundanz-wenn-das-m</link>
		<comments>http://www.gizlog.de/2012/nie-mehr-redundanz-wenn-das-m/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Jul 2012 16:56:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirco Lang</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Nie mehr Redundanz, wenn das mal nicht großartig wäre &#8230; http://t.co/fKhAaUMR]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nie mehr Redundanz, wenn das mal nicht großartig wäre &#8230; <a href="http://t.co/fKhAaUMR" rel="nofollow">http://t.co/fKhAaUMR</a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.gizlog.de%2F2012%2Fnie-mehr-redundanz-wenn-das-m%2F&amp;title=Nie%20mehr%20Redundanz%2C%20wenn%20das%20m%E2%80%A6" id="wpa2a_6"><img src="http://www.gizlog.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Test: SmithMicro Poser Debut</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Apr 2012 07:05:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirco Lang</dc:creator>
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		<category><![CDATA[3d]]></category>
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		<description><![CDATA[Folgender Test war für Print gedacht, ist aber übrig geblieben – daher mögen mir  Wir-Version und teils etwas knappe Fassung verziehen werden, Print-Zeichen sind nunmal begrenzt … Schwierig. Das gilt allgemein für die Bedienung von 3D-Programmen, aber auch die Bewertung &#8230; <a href="http://www.gizlog.de/2012/test-smithmicro-poser-debut/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Folgender Test war für Print gedacht, ist aber übrig geblieben – daher mögen mir  Wir-Version und teils etwas knappe Fassung verziehen werden, Print-Zeichen sind nunmal begrenzt …</em></p>
<div id="attachment_738" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/04/poser-debut_splash.jpg" rel="lightbox[737]"><img class="size-medium wp-image-738" title="Poser Debut" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/04/poser-debut_splash-300x173.jpg" alt="" width="300" height="173" /></a><p class="wp-caption-text">Mit dem 50-Dollar-Poser namens Debut,  gibt es nun auch ein 3D-Spielzeug im Consumer-Preissegment, aber ...</p></div>
<p>Schwierig. Das gilt allgemein für die Bedienung von 3D-Programmen, aber auch die Bewertung des Animationswerkzeugs <a title="Poser Debut" href="http://poser.smithmicro.com/poser-debut/" target="_blank">Poser Debut von SmithMicro</a> gestaltet sich im Laufe des Tests recht schwierig. Aber von vorn: Poser Debut ist ein Programm zum Kreieren von 3D-Szenen und -Animationen, wie sie auch für Animationsfilme wie Ice Age genutzt werden. Ein populäres kostenloses Open-Source-Gegenstück ist etwa Blender.</p>
<div id="attachment_739" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/04/poser-debut_tutorial.jpg" rel="lightbox[737]"><img class="size-medium wp-image-739" title="Poser Debut Tutorials" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/04/poser-debut_tutorial-300x162.jpg" alt="" width="300" height="162" /></a><p class="wp-caption-text">... bei Debut handelt es sich eher um ein Lernprogramm, denn einen Designer; allerdings sind die integrierten Tutorials wirklich gut</p></div>
<p>Genauer gesagt handelt es sich eher um ein Lernprogramm, was auch schon der Slogan (&#8220;Der spaßige Weg, 3D zu lernen&#8221;) und der Preis verraten, der mit 50 USD deutlich unter dem der Standard-Variante Poser 9 für 250 USD liegt, und Poser 2012 Pro kostet nochmal das Doppelte. Aber keine Sorge,<strong> das großartige Konzept</strong> sieht durchaus vor, dass Sie auch echte Projekte erstellen können: Mit einem integrierten, ausführlichen Tutorial, lernen Sie direkt an echten Projekten, wie Sie Bausteine von einfachen geometrischen Formen bis hin zu komplexen Menschmodellen platzieren und editieren, wie Sie mit Lichtquellen und Kameras umgehen, die reichhaltige Bibliothek nutzen und zum Schluss erstellen Sie ein komplettes Projekt – ein eingerichtetes Zimmer. Leider hören die Tutorials hier auf &#8211; wie Sie Figuren und Objekte animieren, also etwa einen vorgegebenen Weg abschreiten lassen, müssen Sie dem sehr guten Handbuch entnehmen (das es, wie das Programm selbst, nur auf Englisch gibt).</p>
<div id="attachment_730" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/04/poser_main-render.jpg" rel="lightbox[737]"><img class="size-medium wp-image-730" title="Poser Debut Rendering" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/04/poser_main-render-300x179.jpg" alt="" width="300" height="179" /></a><p class="wp-caption-text">Kleinere Szenen sind, auch ausgehend von den Tutorials, schnell umgesetzt und lassen sich hervorragend als Bild oder Animation rendern</p></div>
<p>Nach den Tutorials machen wir uns auf zum spaßigen Teil: Das Herumspielen mit den Programmfunktionen löst tatsächlich sofort Begeisterung aus, denn für 3D-Verhältnisse ist Poser erstaunlich intuitiv zu nutzen. Außerdem stehen in der Bibliothek sehr gute Modelle bereit, von Cartoons über Gegenstände und Tiere bis hin zu menschlichen Körpern, die sehr realistisch gestaltet sind – im Personen-Menü gibt es sogar den Punkt &#8220;Genitalien&#8221; &#8211; und sich einfach mit der Maus bewegen und arrangieren lassen. Mit &#8220;Inverse Kinematics&#8221; und Begrenzern für die Bewegungen, bleiben die Figuren dabei sogar immer in natürlichen/möglichen Körperhaltungen &#8211; auch wenn der präzise Umgang mit Auto Balancing erstmal erprobt werden will. Und tatsächlich ist sogar die <strong>Animation ohne Nachlschlagen im Manual möglich</strong>, sofern man schon mal mit Timelines gearbeitet hat (Flash, etc.): Platzieren Sie ein Modell, schieben Sie den Frames-Regler etwa auf 300 und modellieren Sie nun die Endposition von Modellen und Objekten – fertig. Bei 30 Frames pro Sekunde entsteht daraus ein zehnsekündiger Clip, die Bewegungen werden automatisch erzeugt. Sollen Figuren bestimmte Wege abschreiten, lassen sich dazu Pfade einrichten, die dann mit einem definierten Geh-Stil (Rennen, Sexy, Tanzend, etc.) über einen festgelegten Zeitraum agbeschritten werden. <strong>Spätestens hier hört aber intuitives Bedienen ebenso auf wie die Begeisterung.</strong> Denn je weiter wir uns ins Programminnere vortesten, desto häufiger finden sich Stolpersteine: Ständiges Wechseln von Werkzeugen, was regelmäßig zu versehentlichen Klicks/Aktionen führt, komplizierte Workflows (ein Hintergrundbild wird etwa über verschiedene Menüs eingefügt/gelöscht) und nicht zuletzt auch massive Beschränkungen – die Debut-Version nutzt etwa nur zwei Prozessoren, was das Rendering elendig langsam macht, Gesichter, Haare, Kleidung und vieles andere können nicht editiert werden und neue Figuren dürfen Sie auch nicht erstellen. Sie stoßen also schnell an Programmgrenzen, wenn Sie wirklich mit Poser Debut arbeiten wollen und für ein vollwertiges Lernprogramm sollten die Tutorials bitte den gesamten, beschnittenen Funktionsumfang abdecken.</p>
<div id="attachment_731" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/04/poser_wire.jpg" rel="lightbox[737]"><img class="size-medium wp-image-731" title="Poser Debut Wireframe" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/04/poser_wire-300x235.jpg" alt="" width="300" height="235" /></a><p class="wp-caption-text">Mimiken aus der Bibliothek gehören sicherlich zu den Highlights, aber der wirklich hervorragende Gesichts-Editor (Face Room), bleibt der 250-Dollar-Variante Poser 9 vorbehalten</p></div>
<p>So bleibt die Bewertung auch nach vielen Stunden schwierig: Die Performance im Programm ist hervorragend, das Rendern durch die Prozessorbeschränkung unerträglich. Der Funktionsumfang ist für einen echten Designer viel zu klein, für ein Lernprogramm mehr als großzügig – zumindest funktioniert fast alles so wie gewünscht. Und auch die Usability ist zweischneidig, weil zwar der Einstieg super ist und fast an glorreiche Kais-Power-Goo-Zeiten erinnert, aber schon mittelfristig die für 3D-Tools typische Komplexität zuschlägt, für Frust sorgt und einges an Übung abverlangt. Dennoch erledigt Poser Debut diesen Punkt in unseren Augen – zumindest für Einsteiger! &#8211; sehr gut, Blender etwa verlangt eigentlich ein viersemestriges Grundstudium, um auch nur ein neues Projekt anzulegen. Wenn Sie ernsthaft überlegen, 3D-Designer zu werden oder schlicht an den Grundlagen für Shrek &amp; Co. interessiert sind, ist Poser Debut durchaus den Kauf wert – und für einige Tage wird Sie das durchaus spaßige 3D-Spielzeug garantiert bei Laune halten, sofern Sie ein, zwei Fruststunden überstehen.</p>
<p>Funktionalität (40%): 3<br />
Usability (40%): 3<br />
Performance (20%): 3</p>
<p><strong>Qualität: befriedigend (3,0)</strong><br />
<strong>Preis/Leistung: gut</strong></p>
<p>P.S.: Den Test zu Poser 9 (250 USD) finden Sie in der kommenden <a title="Foto Praxis" href="http://www.fotopraxis-online.de/">Foto Praxis</a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.gizlog.de%2F2012%2Ftest-smithmicro-poser-debut%2F&amp;title=Test%3A%20SmithMicro%20Poser%20Debut" id="wpa2a_8"><img src="http://www.gizlog.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Test: Franzis 3D Garten Planer Pro (mit &#8220;witzigem&#8221; Update!)</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 13:04:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirco Lang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Test]]></category>
		<category><![CDATA[3d]]></category>
		<category><![CDATA[cad]]></category>
		<category><![CDATA[franzis]]></category>
		<category><![CDATA[garten]]></category>
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		<category><![CDATA[gartenplaner]]></category>
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		<category><![CDATA[imsi]]></category>
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		<description><![CDATA[Folgender Test war für Print gedacht, ist aber übrig geblieben &#8211; daher mögen mir  Wir-Version und teils etwas knappe Fassung verziehen werden, Print-Zeichen sind nunmal begrenzt &#8230; Der letzte Schnee ist geschmolzen, Frost nur noch eine Seltenheit und auch die &#8230; <a href="http://www.gizlog.de/2012/test-franzis-3d-garten-planer-pro/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Folgender Test war für Print gedacht, ist aber übrig geblieben &#8211; daher mögen mir  Wir-Version und teils etwas knappe Fassung verziehen werden, Print-Zeichen sind nunmal begrenzt &#8230;</em></p>
<div id="attachment_728" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/04/gartenplaner_main.jpg" rel="lightbox[727]"><img class="size-medium wp-image-728" title="Franzis Garten Planer Pro" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/04/gartenplaner_main-300x179.jpg" alt="" width="300" height="179" /></a><p class="wp-caption-text">Nicht wirklich modern oder schick, aber einfach und intuitiv zu bedienen - die Programm-GUI ist durchaus in Ordnung</p></div>
<p>Der letzte Schnee ist geschmolzen, Frost nur noch eine Seltenheit und auch die ersten Osterglocken sprießen – ganz klar, es ist Frühjahr, die Gartensaison beginnt. Genau die richtige Zeit, sich an einem kühlen, verregneten Wochenende mit einem Gartenplaner auf die Sonne vorzubereiten. Wir haben uns für den Test dieses mal eine sehr günstige Variante ausgesucht, das<strong> 15 Euro</strong> günstige <a title="Garten Planer Pro" href="http://www.franzis.de/haus-wohnen/energie-solar/haus-garten/3d-gartenplaner-pro">3D Garten Planer Pro </a>von Franzis (hierzu bitte das &#8220;witzige&#8221; Update am Ende beachten &#8230;).</p>
<div id="attachment_729" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/04/gartenplaner_render.jpg" rel="lightbox[727]"><img class="size-medium wp-image-729" title="Garten Planer Pro Rendering" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/04/gartenplaner_render-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Ähhh, bitte? Licht und Spiegelungen sind in der bestmöglichen Rendering-Einstellung OK, Texturen und Gesamtbild aber eher ein Witz - von den schwarz hinterlegten Objekten ganz zu schweigen.</p></div>
<p>Natürlich handelt es sich dabei, wie in der Software-Branche mittlerweile leider sehr üblich, nicht um ein Franzis-Produkt, sondern um den TurboFloorplan Garten- und Landchschaftsarchitekt von Imsi. Dies macht sich gleich bei der Inbetriebnahmen negativ bemerktbar: Bei dem günstigen Preis erlauben wir uns den Luxus, das Programm ganz reguläre über den Franzis-Shop als Download zu erwerben, um auch gleich den Bestellprozess mit zu bewerten, an dem es nichts auszusetzen gibt, Bezahl- und Sicherheitsoptionen sowie Download-Geschwindigkeit stimmen. Allerdings muss das Produkt nach der Installation bei Imsi aktiviert werden – <strong>es erheben also gleich zwei Firmen Daten!</strong> Nach dem Start zeigt sich das Programm so, wie man es von 3D-Haus-, Garten- und Wohnungsplanern kennt: Nüchtern und die CAD-Herkunft lässt sich nicht verleugnen, so bleibt die Oberfläche sehr spröde. Das macht aber nichts, denn sofort zeigt sich eine große Stärke, nämlich die Usability, die sofort intuitives Arbeiten erlaubt. Sie wählen schlicht aus, was Sie bauen wollen, vom Zaun über Häuser und Terrassen bis hin zu Blumen, Vogelhäuschen und sonstigen Accessoires, und zeichnen es in die Arbeitsfläche. Per Rechtsklick lassen sich dann die Eigenschaften der Objekte (Farbe, Größe, etc.) anpassen und schon ist Ihr Garten fertig. Erfahrung mit 3D- oder gar CAD-Programmen benötigen Sie nicht, selbst PC-Neulinge dürften nach wenigen Minuten zurecht kommen – auch ohne das sehr gute Offline-Handbuch. Natürlich gesellen sich allerhand Optionen dazu, um den Workflow vernünftig anzupassen, beispielsweise unterschiedliche Maßeinheiten, farblich anpassbare Menüs oder visuelle Hilfen zum Bauen und Platzieren. Für Power-User sind diese Einstellungen sehr praktisch, Einsteiger können erfreulicherweise nahezu komplett auf Anpassungen verzichten. Lediglich die automatischen Sicherungen sollten Sie vom 30-Minuten-Standard auf rund zehn Minuten runtersetzen, denn eine halbe Stunde verlorener Arbeit ist doch arg viel.</p>
<div id="attachment_733" class="wp-caption alignright" style="width: 182px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/04/gartenplaner_bib.jpg" rel="lightbox[727]"><img class="size-medium wp-image-733" title="Garten Planer Pro Bibliothek" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/04/gartenplaner_bib-172x300.jpg" alt="" width="172" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Die Bibliothek ist umfangreich und schön einfach gehalten - Bepflanzen, Terra-Forming, Ausschmücken und Bebauen machen wirklich Spaß</p></div>
<p>Neben der Usability gefällt im Test auch der Funktionsumfang auf Anhieb: Neben den<strong> 7.500 Objekten in der Datenbank</strong> (Pflanzen, Zäune, Möbel, Tiere, Beleuchtung, Bewässerung etc.), die eine sehr aussagekräftige Gestaltung erlauben, stehen auch Werkzeuge zur Verfügung, um Gewässer, Wege, Gräben und Hügel/Täler zu integrieren. Einziges Manko: Die 2D- und 3D-Ansichten zeigen im Programm alle kein wirklich hübsches Bild vom Traumgarten, eher eine Pixelfantasie aus ferner Zeit. Macht aber auch nichts, dafür läuft der Planer fix und hübsch werden soll es schließlich beim Rendern, wenn Sie also eine bestimmte Ansicht/Perspektive &#8220;fotorealistisch&#8221; festhalten. Und genau<strong> hier ärgert uns das Programm</strong> im Test massiv: Zum einen werden viele Objekte (Blumen) nicht freigestellt gerendert, sondern mit einem schwarzen Hintergrund. Aber selbst wenn man diesen Fehler nicht erzeugt – das gerenderte Bild ist qualitativ ein Witz. Licht und Spiegelungen sehen hervorragend aus, aber Texturen etwa von Baumkronen sowie der Gesamteindruck lassen uns doch etwas erschauern. Da macht es auch nichts, dass das Programm nur minimale Rechnerressourcen nutzt und die Renderei entsprechend langwierig ist. Nach ausfürhlichem Test können wir den Garten Planer Pro empfehlen, wenn Sie keine Inspiration suchen, sondern realistische Materiallisten erstellen oder einen sehr, sehr groben Eindruck vom Garten bekommen wollen. Der Spaßfaktor war den Entwicklern sicherlich kein Anliegen, was gut für ein Profi-CAD-Tool ist, für uns Privatnutzer aber sehr bedauerlich. Und das schlechte Render-Ergebnis unserer Test-Session führt sogar zur Abwertung der Gesamtnote um eine Note.</p>
<p>Funktionalität (40%): 3<br />
Usability (40%): 3<br />
Performance (20%): 2</p>
<p><strong>Gesamt:   ausreichend (3,8)</strong><br />
<strong>Preis/Leistung: <del>gut</del> ausreichend<br />
</strong></p>
<p><strong>&#8220;Witziges&#8221; Update:</strong> Wir haben das Tool mit der ISBN 978-3-645-30531-0 am 3. März für 15 Euro gekauft. Heute am 3. April kostet der Garten Planer Pro mit selbiger ISBN satte 24,99 mit einem angegebenen &#8220;alten&#8221; Preis von 29,99! Was das für das Preis-Leistungs-Verhältnis bedeutet sieht man oben, und darüber hinaus &#8211; nun &#8230;</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.gizlog.de%2F2012%2Ftest-franzis-3d-garten-planer-pro%2F&amp;title=Test%3A%20Franzis%203D%20Garten%20Planer%20Pro%20%28mit%20%E2%80%9Cwitzigem%E2%80%9D%20Update%21%29" id="wpa2a_10"><img src="http://www.gizlog.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Freie Samples für Musiker: ht&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 00:14:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirco Lang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[tweet]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Freie Samples für Musiker: http://t.co/dbZD1s31]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Freie Samples für Musiker: <a href="http://t.co/dbZD1s31" rel="nofollow">http://t.co/dbZD1s31</a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.gizlog.de%2F2012%2Ffreie-samples-fur-musiker-ht%2F&amp;title=Freie%20Samples%20f%C3%BCr%20Musiker%3A%20ht%E2%80%A6" id="wpa2a_12"><img src="http://www.gizlog.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Kreative Backup-Software-Hersteller: 3 Namen, 1 Produkt, 0 brauchbare Backups</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 23:24:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirco Lang</dc:creator>
				<category><![CDATA[FLOSS]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Test]]></category>
		<category><![CDATA[archive]]></category>
		<category><![CDATA[backup]]></category>
		<category><![CDATA[dateiformat]]></category>
		<category><![CDATA[free software]]></category>
		<category><![CDATA[klone]]></category>
		<category><![CDATA[nero]]></category>
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		<category><![CDATA[steganos]]></category>
		<category><![CDATA[zip]]></category>

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		<description><![CDATA[Software-Tests können echt ätzend sein: Für die aktuelle PC Praxis 0412 habe ich das 20-Euro-Backup-Tool Backup Pro von PCSuite getestet und musste mich über ein Déjà-vu ärgern (sie können auch Freude bringen &#8211; siehe das P.S. am Ende des Artikels). &#8230; <a href="http://www.gizlog.de/2012/kreative-backup-software-hersteller-3-namen-1-produkt-0-brauchbare-backups/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/fa3af47c273641daa4d22120e6f676d7" alt="" width="1" height="1" /></p>
<div id="attachment_686" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/02/backup-pro_main.jpg" rel="lightbox[681]"><img class="size-medium wp-image-686" title="backup-pro_main" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/02/backup-pro_main-300x196.jpg" alt="Backup Pro" width="300" height="196" /></a><p class="wp-caption-text">Klon 2: Wieder nur ein Klon, wieder kein brauchbares Backup-Format, wieder überteuerter Cloud-Speicher - schade</p></div>
<p>Software-Tests können echt ätzend sein: Für die aktuelle<a title="PC Praxis" href="http://www.pcpraxis.de" target="_blank"> PC Praxis 0412</a> habe ich das 20-Euro-Backup-Tool<a title="Backup Pro" href="http://www.pcsuite.de" target="_blank"> Backup Pro</a> von PCSuite getestet und musste mich über ein Déjà-vu ärgern (sie können auch Freude bringen &#8211; siehe das<strong> P.S.</strong> am Ende des Artikels). Backup Pro ist identisch mit dem vor rund einem halben Jahr getesteten <a title="Steganos" href="https://www.steganos.com/de/" target="_blank">Steganos Backup</a>, welches damals schon Erinnerungen weckte &#8211; es war schlicht ein auf Steganos gelabeltes <a title="Ocster" href="http://www.ocster.com/de" target="_blank">Ocster Backup</a>. PCSuite und Ocster haben zwar noch Zugang zu den eigenen unverschämt teuren (mehr als 10 mal teurer als etwa Strato) Online-Speichern in der GUI, davon ab unterscheiden sich die Tools nur im Design. Steganos hat auch noch selbst eine Pressemitteilung heraus gegeben, Steganos Backup setze auf Ocster-Technologie (wobei darauf setzen und es einfach zu übernehmen wohl zwei verschiedene Baustellen sind), bei PC Suite musste man schon die Ocster-Pressemitteilung sichten, um die offizielle Bestätigung zu finden.</p>
<div id="attachment_684" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/02/ocster_main_steganos.jpg" rel="lightbox[681]"><img class="size-medium wp-image-684" title="ocster_main_steganos" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/02/ocster_main_steganos-300x198.jpg" alt="Ocster Backup" width="300" height="198" /></a><p class="wp-caption-text">Das Original: Die simple Oberfläche und der geringe Funktionsumfang sprechen vor allem Laien an, die Online-Speicher-Preise niemanden</p></div>
<div id="attachment_685" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/02/steganos_main_ocster.jpg" rel="lightbox[681]"><img class="size-medium wp-image-685" title="steganos_main_ocster" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/02/steganos_main_ocster-300x193.jpg" alt="Steganos Backup" width="300" height="193" /></a><p class="wp-caption-text">Klon 1: Cloud-Speicher raus, Steganos-Logo rein, fertig ist Backup-Produkt</p></div>
<p>Dass Technologien von Dritten lizenziert und in eigene Produkte eingebunden werden, oder dass individualisierte Produkte mit eigenem Mehrwert unter eigenem Namen angeboten werden (ähnlich den Forks im <a title="FLOSS bei Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Free_and_open_source_software" target="_blank">FLOSS</a>-Bereich), kann ich ja durchaus nachvollziehen. Aber ein Produkt einfach zu klonen ist doch wirklich nur noch zum Heulen. Zumal sich alle drei Programme (natürlich &#8230;) den einen großen Kardinalfehler leisten &#8230;</p>
<p><span id="more-681"></span></p>
<div id="attachment_690" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/02/backup-failure.jpg" rel="lightbox[681]"><img class="size-medium wp-image-690" title="backup-failure" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/02/backup-failure-300x109.jpg" alt="Backup_not" width="300" height="109" /></a><p class="wp-caption-text">Mööööp - genau das wollen wir nicht: Backup-Archive sollten sich von Standard-Packern (-Tools) verarbeiten lassen, alles andere bringt nur unnötige Risiken</p></div>
<p><strong> Tools, die  niemand kaufen sollte</strong><br />
Im Prinzip haben Ocster Backup und seine Klone in den Tests gar nicht so schlecht abgeschnitten, aber hier wird das gewichtete Mittel zur Verriss-Bremse: Die Endnote ergibt sich aus Usability (20%), Funktionalität (50%) sowie Performance (30%). Usability und Performance sind ganz in Ordnung, machen 50 Prozent der Note aus und so ist eine echt schlechte Endwertung kaum noch drin. <strong>Der Bitte-Nicht-Kaufen-Grund:</strong> Gespeichert wird in proprietären Archiven, die sich entsprechend nur mit der Originalsoftware wieder entpacken lassen. Nur ist es nunmal in der Realität durchaus so, dass man so ein Backup-Programm auch mal neu installieren muss, zum Beispiel beim neuen PC oder nach einem Systemausfall. Und so eine Seriennummer kann auch schon mal verloren gehen. Und ein neues System kann auch schon mal eine neue Version der Software verlangen. Also neu kaufen? Wenn es denn eine passende Version gibt, und wenn es den Hersteller überhaupt noch gibt. Dies gilt insbesondere für kleinere Hersteller &#8211; bei Microsoft-Formaten könnte man sich da schon eher drauf verlassen, dass Firma und Formate nicht so schnell untergehen (sollte man aber dennoch nicht!). Und Backups sind auch prädestiniert, über Jahre vergessen und dann auf alten Festplatten entdeckt zu werden &#8211; wäre es nicht schön, dann einfach irgendeinen Standard-Packer wie 7-Zip zum Entpacken nutzen zu können? Backups gehören nicht in proprietäre, geschlossene Dateiformate, sondern in offen liegende Formate, für die jeder Hersteller Tools programmieren kann.</p>
<div id="attachment_688" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/02/areca_main.jpg" rel="lightbox[681]"><img class="size-medium wp-image-688" title="areca_main" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/02/areca_main-300x175.jpg" alt="Areca-Archiv" width="300" height="175" /></a><p class="wp-caption-text">Areca ist eine deutlich bessere, kostenlose Open-Source-Backup-Lösung, die lediglich bei der Bedienung etwas mehr Einarbeitung verlangt</p></div>
<p><strong>Einwände?</strong><br />
Ja natürlich, das sind alles Dinge, die der User selbst zu verantworten hat. Natürlich sollte man seine Seriennummern im Safe oder Bankschließfach für den Notfall haben. Natürlich sollten man Archive beim Wechsel des Backup-Tools migrieren. Aber ebenso natürlich sind das genauso fromme Wünsche, wie die Forderungen nach besseren Passwörtern als &#8220;schatzi82&#8243; oder dem Lesen von Lizenzbestimmungen. In der Praxis ist das nun einmal nicht so und warum sich dann ein völlig überflüssiges künstliches Risiko in seine Backup-Routine bauen? Zumal es bessere Programme <strong>kostenlos</strong> gibt, beispielsweise meinen ständigen Begleiter, das Open-Source-Tool <a title="Areca" href="http://www.areca-backup.org/" target="_blank">Areca</a>, das erfreulicherweise Batch-Dateien für einzelne Backup-Jobs oder Job-Gruppen erstellen kann, die sich dann entsprechend flexibel ansprechen lassen. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es beim Plädoyer für offene Backup-Formate (unter Windows) dennoch: Images.</p>
<div id="attachment_691" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/02/acronis_main.jpg" rel="lightbox[681]"><img class="size-medium wp-image-691" title="acronis_main" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/02/acronis_main-300x265.jpg" alt="Acronis True Image" width="300" height="265" /></a><p class="wp-caption-text">Leider mit proprietären Dateiformaten, aber immer noch die vielleicht beste Imaging-Lösung für Otto Normalverbrauchers Desktop</p></div>
<p><strong>Image-Formate</strong><br />
Wirklich zufriedenstellende kostenlose Imaging-Lösungen mit offenen Formaten gibt es schlichtweg nicht. Natürlich gibt es <a title="dd for windows" href="http://www.chrysocome.net/dd" target="_blank">dd für Windows</a> und auf der Kommandozeile ist das super und <a title="Clonezilla" href="http://clonezilla.net/" target="_blank">Clonezilla Live </a>ist als Live-System für geübte (!) Nutzer auch extrem komfortabel, aber für Otto Normalnutzer läuft Imaging unter Windows immer wieder auf <a title="Acronis" href="http://www.acronis.de/" target="_blank">Acronis True Image</a> oder <a title="Paragon" href="http://www.paragon-software.com/home/brh/" target="_blank">Paragon Backup &amp; Recovery</a>  (oder dessen Light-Klon <a title="Avanquest" href="http://www.avanquest.com" target="_blank">Perfect Image</a> von Avanquest &#8230;) hinaus. Zwar kann ich komplett reinen Gewissens auch keine Backups im Acronis-Format empfehlen, aber True Image ist quasi schon immer das Tempo und Nutella der Consumer-Imaging-Software und hier darf man als Privatnutzer wohl durchaus ein wenig Vertrauen in die die Zukunft investieren. (Und bevor mir jemand Werbung unterstellt: Mein Rezensionsexemplar Home 2012 läuft zwar zwecks Langzeittest noch, ist aber nicht mein primäres Backup-Tool, da ich in der Vergangenheit einerseits beim Testen nie größere Probleme gefunden habe, in der persönlichen Backup-Praxis aber andererseits schon gewaltige Probleme beim Wiederherstellen von Systemen und Images hatte, wenn auch vor Jahren.)</p>
<p><strong>Also liebe Ocsters, Steganosse und PCSuitler,</strong><br />
spendiert doch Euren Programmen, äh &#8211; Eurem Programm natürlich, einfach mal ZIP-Archive oder noch besser 7z-Archive, oder RAR-Archive, oder TGZ, oder TAR oder sonstwas gängiges. Dann kann man die Produkte auch tatsächlich empfehlen, wie gesagt, Usability und Performance stimmen. Und PC-Einsteiger oder -Laien und reine Office-Nutzer kommen mit den Dingern tatsächlich wesentlich besser zurecht als mit den meisten FLOSS-Programmen. Und ob die Strategie, Nutzer zum Kauf von Folgeversionen regelrecht zwingen zu wollen, wirklich eine gute ist, wage ich auch zu bezweifeln. Oder was soll so ein unzugängliches Format sonst?</p>
<p>Keine Kreativität und dann noch ausgerechnet ein Programm klonen, das in einem unbrauchbaren Dateiformat abspeichert &#8211; <strong>Glückwunsch Software-Industrie</strong>, der Zauber des Silicon Valley lebt also immer noch.</p>
<div id="attachment_689" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/02/sqlite2009pro.jpg" rel="lightbox[681]"><img class="size-medium wp-image-689" title="sqlite2009pro" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/02/sqlite2009pro-300x179.jpg" alt="SQLite2009 Pro" width="300" height="179" /></a><p class="wp-caption-text">Huuuiiiiiiii, da sind sie ja: Die umbenannte Index-Datei aus dem Ocster-Backup zeigt die 44 gesicherten Dateien und sonstige Infos im SQLite2009-Pro-Manager</p></div>
<p><strong>P.S.:</strong> Wie immer lässt mir so ein Format so schnell keine Ruhe, und siehe da, es gibt was zu entdecken, nämlich, dass Ocster offene Technologie vielleicht nicht gerne an Kunden weitergibt, sie aber gerne verwendet: Öffnet man die im Archiv zu findende Index-Datei (ohne Dateinamenerweiterung) im Texteditor, findet man den Verweis auf die Public-Domain-Software <a title="SQLite" href="http://www.sqlite.org" target="_blank">SQLite</a>, die scheinbar zum Speichern genutzt wird. Benennt man die Index-Datei nach &#8220;index.db3&#8243; um, kann man mit einem Manager wie <a title="SQLite2009 Pro" href="http://osenxpsuite.net" target="_blank">SQLite2009 Pro</a> auf die Datenbank mit den Backup-Infos zugreifen. Damit ist das Archiv zwar nicht wieder hergestellt, aber immerhin eine kleine Erkenntniss &#8211; das macht doch Freude.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Ach und übrigens:</strong></p>
<div id="attachment_692" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a title="Nero BackItUp: Unnütze Archive" href="http://www.gizlog.de/2010/nero-backitup-unnuetze-archive/"><img class="size-medium wp-image-692" title="nero_main" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/02/nero_main-300x181.jpg" alt="Nero" width="300" height="181" /></a><p class="wp-caption-text">Oh, oh, oh - unnütze Backup-Formate? Da gibts doch schon einen Gizlog-Artikel zu, denn auch Brenn-König Nero vermasselt es gründlich (Bild anklicken)</p></div>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.gizlog.de%2F2012%2Fkreative-backup-software-hersteller-3-namen-1-produkt-0-brauchbare-backups%2F&amp;title=Kreative%20Backup-Software-Hersteller%3A%20%3Cbr%20%2F%3E3%20Namen%2C%201%20Produkt%2C%200%20brauchbare%20Backups" id="wpa2a_14"><img src="http://www.gizlog.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>OSI öffnet sich für Mitglied&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 13:13:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirco Lang</dc:creator>
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		<description><![CDATA[OSI öffnet sich für Mitglieder: http://t.co/kP5vdE3V]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>OSI öffnet sich für Mitglieder: <a href="http://t.co/kP5vdE3V" rel="nofollow">http://t.co/kP5vdE3V</a></p>
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		<title>Endlich geht jemand gegen lize&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 13:05:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirco Lang</dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich geht jemand gegen lizenzfaule Skripter vor &#8211; Danke! <a href="http://t.co/GmYgSTXM" rel="nofollow">http://t.co/GmYgSTXM</a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.gizlog.de%2F2012%2Fendlich-geht-jemand-gegen-lize%2F&amp;title=Endlich%20geht%20jemand%20gegen%20lize%E2%80%A6" id="wpa2a_18"><img src="http://www.gizlog.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Exklusives Streitgespräch im O-Ton:  Ansgar Heveling trifft auf J.W. von Goethe und K. Marx</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 21:45:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirco Lang</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass sich CDU-Hinterbänkler Ansgar Heveling kürzlich mit einem Gastkommentar beim Handelsblatt wenige Freunde gemacht hat, dürfte bekannt sein &#8211; schließlich hat er der Netzgemeinde erklärt, sie würde den Kampf verlieren, Web 2.0 als &#8220;imaginäres Lebensgefühl&#8221; bald Geschichte sein, &#8220;digitales Blut&#8221; &#8230; <a href="http://www.gizlog.de/2012/exklusives-streitgesprach-im-o-ton-ansgar-heveling-trifft-auf-j-w-von-goethe-und-k-marx/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/0ecca277b6b4482ebcbc845273a658b7" width="1" height="1" alt=""><br />
<div id="attachment_663" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/02/Heveling_2009_380.jpg" rel="lightbox[662]"><img class="size-medium wp-image-663 " title="Heveling_2009_380" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/02/Heveling_2009_380-300x225.jpg" alt="Heveling" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Ansgar Heveling hält Blogger &amp; Co. für das Ende unserer Gesellschaft, Quelle: CDU/CSU-Fraktion</p></div></p>
<p>Dass sich CDU-Hinterbänkler <a title="Heveling-Homepage" href="http://www.ansgar-heveling.de/" target="_blank">Ansgar Heveling</a> kürzlich mit einem<a title="Heveling-Kommentar beim Handelsblatt" href="http://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-netzgemeinde-ihr-werdet-den-kampf-verlieren/6127434.html" target="_blank"> Gastkommentar beim Handelsblatt</a> wenige Freunde gemacht hat, dürfte bekannt sein &#8211; schließlich hat er der Netzgemeinde erklärt, sie würde den Kampf verlieren, Web 2.0 als &#8220;imaginäres Lebensgefühl&#8221; bald Geschichte sein, &#8220;digitales Blut&#8221; würde fließen und überhaupt müsse verhindert werden, dass nach dem &#8220;Schlachtennebel&#8221; nur noch die &#8220;ruinenhaften Stümpfe unserer Gesellschaft&#8221; übrig blieben &#8230; .<br />
Seine Waffen der Wahl: Ausgerechnet die amerikanischen Gesetzgebungspläne SOPA und PIPA, gegen die alle Welt Sturm läuft &#8211; sogar US-Demokraten und -Republikaner gemeinsam, aber die beiden sind natürlich sowieso ständig einer Meinung.</p>
<p>Und Ansgar H. ruft auch zur Revolte auf: <strong>&#8220;Also, Bürger, geht auf die Barrikaden und zitiert Goethe, die Bibel oder auch Marx.&#8221;</strong> (Warum ein CDU&#8217;ler aufruft Marx zu zitieren, bleibt im Dunkeln.) Nun gut, was Goethe, Max und Bibel zu sagen haben, würde uns auch interessieren, also haben wir Heveling und seine drei Wunschkandidaten zum Gespräch geladen. Die Herren <strong>Goethe und Marx haben auch spontan zugesagt</strong>, Bibel-Repräsentant J. v. Nazareth beantwortete unsere Anfrage mit einem kurzen und prägnanten</p>
<blockquote><p>&#8220;Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen.&#8221;  Matthäus 5,44</p></blockquote>
<p>und erteilte uns eine Absage &#8211; da aufgrund dieser Aussage keine inhaltlich wirklich wertvollen Beiträge zu erwarten waren, können wir das verschmerzen.</p>

<a href='http://www.gizlog.de/2012/exklusives-streitgesprach-im-o-ton-ansgar-heveling-trifft-auf-j-w-von-goethe-und-k-marx/heveling_2009_380/' title='Heveling_2009_380'><img width="150" height="150" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/02/Heveling_2009_380-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Heveling" /></a>
<a href='http://www.gizlog.de/2012/exklusives-streitgesprach-im-o-ton-ansgar-heveling-trifft-auf-j-w-von-goethe-und-k-marx/goethe/' title='Goethe'><img width="150" height="150" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/02/Goethe-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Goethe, Quelle: Wikimedia Commons" /></a>
<a href='http://www.gizlog.de/2012/exklusives-streitgesprach-im-o-ton-ansgar-heveling-trifft-auf-j-w-von-goethe-und-k-marx/karl_marx/' title='Karl_Marx'><img width="150" height="150" src="http://www.gizlog.de/wp-content/uploads/2012/02/Karl_Marx-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="K. Marx, Quelle: Wikimedia Commons" /></a>

<p>Hier also die Herren Goethe, Marx und Heveling im Wortlaut:</p>
<p><strong>Heveling, wild gestikulierend:</strong> &#8220;Die Idee des geistigen Eigentums ist im Netz in Gefahr. Die aktuellen Diskussionen über die US-amerikanischen Gesetzgebungspläne „Sopa“ und „Pipa“ zur Regulierung des Internets verfügen über alle Elemente, um &#8211; endlich? &#8211; den lang erwarteten und von einigen vielleicht ersehnten „Clash of Civilizations“ zu provozieren.&#8221;</p>
<p><strong>Goethe, erstaunt:</strong> &#8220;Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.&#8221;</p>
<p><strong>Heveling:</strong> &#8220;Es ist der Kampf zwischen der schönen neuen digitalen Welt und dem realen Leben. Während die „digital natives“ den realen Menschen zum Dinosaurier erklären, vergessen sie dabei, dass es sich bei dieser Lebensform um die große Mehrheit der Menschen handelt.&#8221;</p>
<p><strong>Gizlog:</strong> Auch die Dinos waren mal Mehrheit, sind aber nun weg. Darf man etwa an grundlegenden Idealen nichts kritisieren?</p>
<p><strong>Marx, erregt</strong>: &#8220;Die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik.&#8221;</p>
<p><strong>Gizlog:</strong> Grund genug, zu rechtfertigen, dass Herrn Evelings Website gehackt wird?</p>
<p><strong>Marx, schwadronierend:</strong> &#8220;Die Waffe der Kritik kann allerdings die Kritik der Waffen nicht ersetzen, die materielle Gewalt muss gestürzt werden durch materielle Gewalt, allein auch die Theorie wird zur materiellen Gewalt, sobald sie die Massen ergreift.&#8221;</p>
<p><strong>Gizlog:</strong> Nun, wieder zur Revolution.</p>
<p><strong>Heveling:</strong> &#8220;Auf Mehrheitsverhältnisse haben Revolutionen indessen nie wirklich Rücksicht genommen.&#8221;</p>
<p><strong>Goethe, gelassen:</strong> &#8220;Die Masse könnt ihr nur durch Masse zwingen, // Ein jeder sucht sich endlich selbst was aus.&#8221;</p>
<p><strong>Marx, aufmunternd zu Heveling:</strong> &#8220;Die Revolutionen sind die Lokomotiven der Geschichte.&#8221;</p>
<p><strong>Heveling, kämpferisch im Parolen-Stil:</strong> &#8220;Die mediale Schlachtordnung der letzten Tage erweckt den Eindruck, wir seien im dritten Teil von „Der Herr der digitalen Ringe“ angekommen, und der Endkampf um Mittelerde stehe bevor.&#8221;</p>
<p><strong>Goethe, verschmitzt lächelnd:</strong> &#8220;Ein Kerl, der spekuliert, // Ist wie ein Tier, auf dürrer Heide // Von einem bösen Geist im Kreis herumgeführt, // Und ringsumher liegt schöne grüne Weide.&#8221;</p>
<p><strong>Heveling, unbeirrt pathetisch:</strong> &#8220;Das ist die Gelegenheit, schon jetzt einen vorgezogenen Nachruf auf die Helden von Bits und Bytes, die Kämpfer für 0 und 1 zu formulieren. Denn, liebe „Netzgemeinde“: Ihr werdet den Kampf verlieren. Und das ist nicht die Offenbarung eines einsamen Apokalyptikers, &#8230;&#8221;<strong></strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Goethe:</strong> &#8220;Heinrich! Mir graut&#8217;s vor dir.&#8221;</p>
<p>&#8221; &#8230; es ist die Perspektive eines geschichtsbewussten Politikers. Auch die digitale Revolution wird ihre Kinder entlassen. Und das Web 2.0 wird bald Geschichte sein. Es stellt sich nur die Frage, wie viel digitales Blut bis dahin vergossen wird.&#8221;</p>
<p><strong>Gizlog:</strong> Vorsicht Herr Eveling, Downloads mit Messerstichen zu vergleichen erscheint doch drastisch.</p>
<p><strong>Goethe, verschwörerisch und mit erhobenem Finger:</strong> &#8220;Blut ist ein ganz besondrer Saft.&#8221;</p>
<p><span id="more-662"></span></p>
<p><strong>Heveling, jetzt sichtlich erregt:</strong> &#8220;Denn es ist Aufmerksamkeit geboten. Auch wenn das Web 2.0 als imaginäres Lebensgefühl einer verlorenen Generation schon bald Geschichte sein mag, so hat es allemal das Zeug zum Destruktiven.&#8221;</p>
<p><strong>Goethe:</strong> &#8220;Daran erkenn ich den gelehrten Herrn! // Was ihr nicht tastet, steht euch meilenfern, // Was ihr nicht faßt, das fehlt euch ganz und gar, // Was ihr nicht rechnet, glaubt ihr, sei nicht wahr, // Was ihr nicht wägt, hat für euch kein Gewicht, // Was ihr nicht münzt, das, meint ihr, gelte nicht.&#8221;</p>
<p><strong>Heveling, Goethe den Rücken zuwendend:</strong> &#8220;Wenn wir nicht wollen, dass sich nach dem Abzug der digitalen Horden und des Schlachtennebels nur noch die ruinenhaften Stümpfe unserer Gesellschaft in die Sonne recken und wir auf die verbrannte Erde unserer Kultur schauen müssen, dann heißt es, jetzt wachsam zu sein. &#8221;</p>
<p><strong>Goethe, mit geneigtem Kopf und zusammengepressten Lippen:</strong> &#8220;Der Menschheit ganzer Jammer faßt mich an.&#8221;</p>
<p><strong>Marx, mit Geisterstimme und wabernden Armen:</strong> &#8220;Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst des Kommunismus.&#8221;</p>
<p><strong>Gizlog:</strong> Herr Goethe, Herr Marx, bitte nicht so sarkastisch.</p>
<p><strong>Heveling, die Faust geballt:</strong> &#8220;Also, Bürger, auf zur Wacht! Es lohnt sich, unsere bürgerliche Gesellschaft auch im Netz zu verteidigen! Diese bürgerliche Gesellschaft mit ihren Werten von Freiheit, Demokratie und Eigentum hat sich in mühevoller Arbeit aus den Barrikaden der Französischen Revolution heraus geformt &#8211; so entstand der Citoyen. Und genau dort, in den Gassen von Paris im Jahr 1789, wurde die Idee des geistigen Eigentums geboren. Welche Errungenschaft wider die geistige Leibeigenschaft des Ancien Régime!&#8221;</p>
<p><strong>Gizlog:</strong> Die Französiche Revolution hat sicherlich viele Spuren hinterlassen, aber vielleicht geht&#8217;s auch ein wenig, ein ganz klein wenig, weniger pathetisch  &#8211; zumal auch derartige Errungenschaften doch wohl weitergedacht werden dürfen, oder sogar in ihren Grundfesten kritisiert; ansonsten würd&#8217;s doch langsam etwas dogmatisch.</p>
<p><strong>Marx:</strong> &#8220;Ist die Konstruktion der Zukunft und das Fertigwerden für alle Zeiten nicht unsere Sache, so ist desto gewisser, was wir gegenwärtig zu vollbringen haben, ich meine die rücksichtslose Kritik alles Bestehenden, rücksichtslos sowohl in dem Sinne, daß die Kritik sich nicht vor ihren Resultaten fürchtet und ebensowenig vor dem Konflikte mit den vorhandenen Mächten.&#8221;</p>
<p><strong>Heveling:</strong> &#8220;Endlich konnte man &#8211; unabhängig von Herkunft und Status &#8211; mit seines Geistes Schöpfung wirtschaftlich etwas anfangen.&#8221;</p>
<p><strong>Goethe, mit einem Seufzer:</strong> &#8220;Welch Schauspiel! aber ach! ein Schauspiel nur!&#8221; &#8220;Ihr wisst, auf unsern deutschen Bühnen // Probiert ein jeder, was er mag.&#8221;</p>
<p><strong>Heveling, unbeirrt weiter:</strong> &#8220;Diese Idee des geistigen Eigentums sollte sich als Motor für Innovation und Entwicklung auf dem europäischen Kontinent erweisen. Eine Idee, deren Bewahrung auch im digitalen Zeitalter lohnt.&#8221;</p>
<p><strong>Marx, weise:</strong> &#8220;Was beweist die Geschichte der Ideen anders, als daß die geistige Produktion sich mit der materiellen umgestaltet? Die herrschenden Ideen einer Zeit waren stets nur die Ideen der herrschenden Klasse.&#8221;</p>
<p><strong>Goethe, angepisst, ätzend</strong>: &#8220;Es erben sich Gesetz und Rechte // Wie eine ew&#8217;ge Krankheit fort; // Sie schleppen von Geschlecht sich zum Geschlechte // und rücken sacht von Ort zu Ort. // Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage; // Weh dir, dass du ein Enklel bist! // Vom Rechte, das mit uns geboren ist, // Von dem ist leider! nie die Frage.&#8221;</p>
<p><strong>Heveling, Goethe eine Orhfeige andeutend fährt fort:</strong> &#8220;Sie [die Idee] ist im Netz in Gefahr. Nicht weil Bits und Bytes aus sich heraus wie kleine Pacmans an den Ideen und Idealen unserer bürgerlichen Gesellschaft knabbern würden. Nein, es sind die Menschen, die hinter den Maschinen sitzen und eine andere Gesellschaft wollen. Die die totale Freiheit apostrophieren und damit letztlich nur den &#8220;digitalen Totalitarismus&#8221;, wie es Jaron Lavier genannt hat, meinen.&#8221;</p>
<p><strong>Marx:</strong> &#8220;Die Menschen machen ihre eigene Geschichte, aber sie machen sie nicht aus freien Stücken, nicht unter selbstgewählten, sondern unter unmittelbar vorgefundenen, gegebenen und überlieferten Umständen.&#8221;</p>
<p><strong>Heveling, jetzt verschwörerisch flüsternd:</strong> &#8220;Es ist eine unheilige Allianz aus diesen „digitalen Maoisten“ &#8230;&#8221;</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Goethe, hinter vorgehaltener Hand:</strong> &#8220;Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten.&#8221;</p>
<p>&#8220;&#8230; und kapitalstarken Monopolisten, die hier am Werk ist. Auch wenn sie sagen, sie seien die Guten &#8211; nur weil man sagt, man sei gut, ist man es noch lange nicht.&#8221;</p>
<p><strong>Goethe, im Gutmenchenton:</strong> &#8220;Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange // Ist sich des rechten Weges wohl bewusst.&#8221;</p>
<p><strong>Heveling, den Kopf schüttelnd:</strong> &#8220;Nun haben Wikipedia und Google in den letzten Tagen ihren starken Arm gezeigt.&#8221;</p>
<p><strong>Marx springt auf und reckt die Faust:</strong> &#8220;Proletarier aller Länder, vereinigt euch!&#8221;</p>
<p><strong>Heveling, kurz erschreckt, jetzt stammelnd:</strong> &#8220;Doch Googles und Wikimedias dieser Welt, lasst euch zurufen: Auch wenn Wikipedia für einen Tag ausgeschaltet ist und Google Zensurbalken trägt, ist das nicht das Ende des Wissens der Menschheit. Welche Hybris! Lasst euch gesagt sein: Das Wissen und vor allem die Weisheit der Welt liegen immer noch in den Köpfen der Menschen. &#8221;</p>
<p><strong>Goethe, im gütigen Tonfall:</strong> &#8220;Der denkende Mensch hat die wunderliche Eigenschaft, dass er an die Stelle, wo das unaufgelöste Problem liegt, gern ein Phantasiebild hinfabelt, das er nicht loswerden kann.&#8221;</p>
<p><strong>Heveling, immer noch vom Schrecken gezeichnet, jetzt wütend:</strong> &#8220;Also, Bürger, geht auf die Barrikaden und zitiert Goethe, die Bibel oder auch Marx. Am besten aus einem gebundenen Buch!&#8221;</p>
<p><strong>Marx, lauthals lachend:</strong> &#8220;Goethe war der größte Deutsche, nicht nur der größte deutsche Dichter.&#8221;</p>
<p><strong>Goethe, mit Mädchenstimme:</strong> &#8220;O wär ich nie geboren!&#8221;</p>
<p><strong>Heveling, wieder beruhigt:</strong> &#8220;Natürlich verändert die fortschreitende Digitalisierung unsere Gesellschaft. Vieles wird einfacher. Auch dieser Text ist mit Hilfe der Errungenschaften der Digitalisierung entstanden.&#8221;</p>
<p><strong>Goethe, auf den Tisch hauend in besonders ernstem Tonfall:</strong> &#8220;Ein echter deutscher Mann mag keinen Franzen (Franzosen) leiden, // Doch ihre Weine trinkt er gern.&#8221;</p>
<p><strong>Heveling, bemüht souverän:</strong> &#8220;Aber wir sollten uns zu wehren beginnen, wenn einzelne Menschen hinter den vielen Maschinen uns unsere Lebensentwürfe vorschreiben. Noch ist es dazu nicht zu spät.Wir dürfen die Gestaltung der Zukunft nicht denen überlassen, die sich als digitale Avantgarde verstehen und meinen, sie wüssten, was das Beste für die Masse Mensch vor den Maschinen sei.&#8221;</p>
<p><em><strong>Nebel erscheint, Aristoteles erscheint vage:</strong> &#8220;Man muss etwas vom Wesen der Bewegung verstehen, um einen Sinn für die Zukunft zu erlangen&#8221;. Ein Blitz, Nebel und Philosoph verschwinden</em></p>
<p><strong>Heveling, zärtlich ein CDU-Wimpel streichelnd:</strong> &#8220;Piraten sind jedenfalls dabei der schlechteste Ratgeber.&#8221;</p>
<p><strong>Goethe, abschätzig:</strong> &#8220;Wie hässlich neben Schönheit zeigt sich Hässlichkeit.&#8221;</p>
<p><strong>Gizlog:</strong> Ja, auch wir möchten Sie bitten, nichtanwesende Konkurrenz hier nicht durch unpassende Wortspiele zu beleidigen.</p>
<p><strong>Heveling:</strong> &#8220;Sie achten das Eigentum des anderen nicht, setzen ihr Wissen nur für den eigenen Vorteil ein, sind darauf bedacht, zusammenzuraffen, was sie von anderen kriegen können. Und offensichtlich sind Narzissmus und Nerdzismus Zwillinge.</p>
<p><strong>Goethe, kopfschüttelnd, zu sich selbst:</strong> &#8220;Allein der Vortrag macht des Redners Glück.&#8221;</p>
<p><strong>Heveling, gönnerhaft:</strong> &#8220;Natürlich soll niemandem verboten werden, via Twitter seine zweite Pubertät zu durchleben.&#8221;</p>
<p><strong>Goethe:</strong> &#8220;Ein Mann, der recht zu wirken denkt, // Muss auf das beste Werkzeug halten.&#8221;</p>
<p><strong>Heveling, fordernd:</strong> &#8220;Nur sollte man das nicht zum politischen Programm erheben. Jetzt haben wir noch die Zeit, diesem Treiben Einhalt zu gebieten.&#8221;</p>
<p><strong>Marx, belehrend:</strong> &#8220;Nicht das Bewußtsein bestimmt das Leben, sondern das Leben bestimmt das Bewußtsein.&#8221;</p>
<p><strong>Gizlog:</strong> Dann hätten wir uns die Diskussion ja sparen können &#8230; .<br />
Meine Herren, ein paar letzte Worte?</p>
<p><strong>Heveling, die Hand auf der rechten Brust:</strong> &#8220;Wir brauchen den Citoyen, dem Werte wie Freiheit, Demokratie und Eigentum auch im Netz am Herzen liegen.&#8221;</p>
<p><strong>Goethe, nachdenklich:</strong> &#8220;Die meisten verarbeiten den größten Teil der Zeit, um zu leben, und das bisschen, das ihnen von Freiheit übrig bleibt, ängstigt sie so, dass sie alle Mittel aufsuchen, um es los zu werden.&#8221;</p>
<p><strong>Marx:</strong> &#8220;Kein Mensch bekämpft die Freiheit; er bekämpft höchstens die Freiheit der anderen.&#8221; &#8220;Die Freiheit besteht darin, den Staat aus einem der Gesellschaft übergeordneten in ein ihr durchaus untergeordnetes Organ zu verwandeln&#8221;</p>
<p><strong>Heveling, sich selbst zitierend:</strong> &#8220;Die Idee des geistigen Eigentums ist im Netz in Gefahr&#8221;</p>
<p><strong>Goethe, zu Marx gewandt:</strong> &#8220;Vor Ihro Kayserliche Majestät, hab ich, wie immer schuldigen Respect. Er aber, sags ihm, er kann mich im Arsch lecken.&#8221;</p>
<p>Ende</p>
<address>Alle Zitate (außer das von Aristoteles) stammen von <a title="Wikiquote" href="http://www.wikiquote.org/" target="_blank">Wikiquote</a>. Goethe-Zitate stammen, natürlich, von diversen seiner Figuren, allen voran Faust und Mephistopheles.</address>
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